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Chronik Österreich
06/19/2019

18-Jähriger flüchtet vor Polizei von Bayern bis Ried

Gegen den Fahrer lag ein Haftbefehl wegen Schlepperei aus Graz vor. Österreichische Beamte nahmen ihn schließlich fest.

Ein 18-jähriger Asylwerber hat deutschen und österreichischen Beamten am Dienstag eine Verfolgungsjagd auf der Autobahn geliefert. Deutsche Polizisten gaben ihm um 11:15 Uhr auf der A3, bei der Raststation Donautal, Anhaltezeichen - die der Mann aber ignorierte. Er flüchtete Richtung Österreich, berichtete die Landespolizeidirektion Oberösterreich am Mittwoch.

Die vorgewarnten Kollegen warteten im Bereich Ried im Innkreis mit zwei zivilen Fahndungsstreifen und einem Blaulicht-Fahrzeug auf den Mann. Als er, gefolgt von den deutschen Polizisten, in seinem Pkw heranraste, ignorierte der 18-Jährige auch alle Anhaltesignale der Österreicher und gab weiter Gas.

Er wechselte die Fahrstreifen ohne Rücksicht auf andere, überholte am Pannenstreifen und gefährdete alle anderen Verkehrsteilnehmer. Schließlich touchierte er die Blaulichtstreife bei einem gefährlichen Abdrängmanöver. Ein Unfall wurde nur knapp verhindert.

Erst ein taktisches Manöver - Abbremsen des Verkehrs durch einen Schwertransporter mit Begleitfahrzeug - ermöglichte es den Beamten, das Auto des Iraners mit ihren Wagen so einzugrenzen, dass er im Gemeindegebiet von Weibern (Bezirk Grieskirchen) stehenbleiben musste.

Der Mann wurde festgenommen. Beamten stellten fest, dass gegen ihn ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Graz wegen Schlepperei besteht und er keinen gültigen Führerschein besitzt. Der 18-Jährige wurde in die Justizanstalt Ried im Innkreis eingeliefert.