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Chronik Österreich
06/28/2019

Mordverdacht: Viele offene Fragen nach dem Tod einer 16-Jährigen

Die 16-Jährige lag im Schlafzimmer eines 42-Jährigen. Noch keine Hinweise auf ein mögliches Motiv. Der verdächtige 42-Jährige wurde festgenommen.

Es war Donnerstag, kurz nach acht Uhr abends. Ein Mann, offensichtlich benommen und verwirrt, kam in die Polizeiinspektion Deutschlandsberg und verlangte nach einem Kriseninterventionsteam. Zunächst für sich, dann für einen Bekannten: Dessen Tochter sei nämlich tot.

Portionsweise mussten die Beamten Informationen von dem 42-Jährigen erfragen. Plötzlich erwähnte er, in seiner Wohnung läge eine leblose Frau im Schlafzimmer des Weststeirers entdeckten die Polizisten tatsächlich eine tote Jugendliche. Das Mädchen war erst 16 Jahre alt.

Vorläufiges Obduktionsergebnis: An Sauerstoffmangel gestorben

Staatsanwaltschaft Graz und Landeskriminalamt Steiermark gingen am Freitag von Mordverdacht aus. Die Obduktion des Leichnams am Nachmittag brachte keine wesentlichen Erkenntnisse. Laut dem vorläufigen Obduktionsergebnis ist die junge Frau an Sauerstoffmangel gestorben. Angebliche Würgemale am Hals bestätigte die Staatsanwaltschaft Graz nicht. 

Der 42-Jährige sei bei den Ermittlungen kooperativ gewesen, hieß es. Er gab bei der Befragung an, er habe „nachgeholfen“ - dem Vernehmen nach auf Bitte der jungen Frau hin. Ob damit ein Ersticken mittels Polster gemeint ist, ließ sich nicht sagen.

Ein paar Details ergaben sich auch aus dem Umfeld. Die junge Frau soll bei ihrem Vater gelebt  und erst vor ein paar Monaten in die Nachbarschaft jenes Hauses gezogen sein, in dem der 42-Jährige seit Jahren  wohnt. Die beiden sollen einander gut gekannt und trotz des immensen Altersunterschiedes viel Zeit miteinander verbracht haben. Weshalb sich die Jugendliche Donnerstagabend in der Wohnung des Verdächtigen befand, war  unklar.