Wohnungsbrand: Welser sprang aus 10. Stock

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Für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Die Brandursache ist nicht bekannt.

Nach einem Feueralarm in einem Hochhaus Dienstag früh in Wels ist ein Todesopfer entdeckt worden. Der Mann war aus seiner von den Flammen erfassten Wohnung im zehnten Stock gesprungen und auf den Gehsteig vor dem Gebäude gestürzt. Das berichtete die Freiwillige Feuerwehr Wels in einer Presseaussendung.

Eine Zeitungsausträgerin löste kurz nach 5.00 Uhr mit einem Notruf Alarm aus. Sie hatte im Stiegenhaus Brandgeruch wahrgenommen. Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettung und Polizei rückte aus. Schon bei ihrer Anfahrt sahen die Einsatzkräfte die große Rauchwolke, die aus den Fenstern einer Wohnung im zehnten Stock aufstieg. Auf dem Gehsteig vor dem Haus fanden sie einen leblosen Mann. Der Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Es handelt sich laut Polizei um den 45-jährigen Bewohner der vom Brand betroffenen Wohnung. Zeugen gaben später an, sie hätten gesehen, dass er vom Fenster in die Tiefe sprang.

Das Feuer breitete sich rasch aus. Die Feuerwehr wollte verhindern, dass es auf das darüberliegende, oberste Geschoß des Hochhauses übergreift. Deshalb bekämpften die Trupps den Brand sowohl im Inneren des Gebäudes als auch von einer Drehleiter aus. Zugleich wurde mit Lüftern ein Überdruck im Stiegenhaus erzeugt, damit der Rauch hinausgeblasen und der Weg für die Flucht der Bewohner frei wurde. Das Rote Kreuz richtete in einem angrenzenden Park eine Sammel- und Betreuungsstelle ein. Bei fünf Personen bestand Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung, zwei wurden zur Kontrolle in das Klinikum Wels eingeliefert.

( Agenturen ) Erstellt am 08.05.2018