Ärztin Kranz empfiehlt auf Ernährung zu achten

© Greil Michaela

Chronik Oberösterreich
01/20/2019

Wir sollten unseren Körper nur mit Super-Plus betanken

Auch Hobbysportler sollten sich mit dem Thema der richtigen Ernährung befassen, rät Ärztin Silke Kranz.

Ich hatte die Ehre, zu einer Expertendiskussion zum Thema „Sport und Ernährung“ in Graz eingeladen gewesen zu sein. Der Journalist, der das Gespräch leitete, warf unter anderem die Frage auf, ab welchem Trainingsumfang auch der Hobbysportler als Leistungssportler gelte und sich mit seiner Ernährung befassen sollte. Das brachte mein ernährungsmedizinisches Herz zum Bluten. Zum Ersten sollte sich jeder Mensch, egal ob Spitzensportler oder No Sports-Verfechter mit seiner Ernährung befassen. Nahrung ist unser Kraftstoff und sorgt dafür, dass wir funktionieren. Wir würden nie unseren Benziner mit Diesel tanken. Oder mit Wasser.

Zum Zweiten: Ich kenne viele Athleten, die ihr Geld zwar nicht mit Sport verdienen, deren Trainingsumfang jedoch mit dem eines Spitzensportlers vergleichbar ist. Meiner Meinung nach ist diese Gruppe besonders gefährdet, in Mangelsituationen oder Überlastungsreaktionen zu kommen. Neben der beruflichen Tätigkeit müssen auch noch viele Trainingseinheiten untergebracht werden. Dann wartet allerdings nicht der Masseur, sondern der Alltag. Hier ist meiner Meinung nach vor allem eine perfekte Organisation gefragt. Der Tagesablauf muss einfach durchgetaktet sein und am besten an jedem Wochenende ein Wochen-Menüplan mit je drei Mahlzeiten erstellt werden. Dabei sollte man die Regenerationszeit keinesfalls vergessen und auf ausreichend Schlaf achten.

Das klingt mühsam in Ihren Ohren? Definitiv. Wie immer im Leben ist auch dieser Zugang eine Frage der Prioritäten: Ist Ihnen der Sport so wichtig, werden Sie einiges unterordnen. Bevorzugen Sie Parties, werden Sie nicht alle Leistungen nach Wunsch erbringen.

Die dritte Gruppe stellen nun die tatsächlichen Leistungssportler dar.. In unserer Expertenrunde war der Manager einer ÖSV-Läuferin anwesend, der den Renntag einer Schiläuferin geschildert hat – von der Startnummernausgabe am Vorabend inclusive Interview über die Streckenbesichtigung und zwei Durchgänge wiederum inclusive Interview bis zur Siegerehrung.

Was habe ich nun dem Journalisten geantwortet? Im Großen und Ganzen habe ich ihm eine Zusammenfassung meiner heutigen Worte geliefert, da er jedoch auf Zahlen bestand, habe ich mich auf Folgendes festnageln lassen: Ab einem wöchentlichen Trainingsumfang von sechs Stunden sollten Sie sich mit dem Thema Sporternährung auseinandersetzen. Gerade, wenn Sie auch an Wettbewerben teilnehmen, gibt es bestimmt ein paar wertvolle Tipps, wie Sie am Tag X die beste Performance zeigen können. Und für die Sportmuffel: Es ist nie zu spät für einen Neubeginn!

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