© Ursula Asamer

Kolumne
11/13/2021

Wildkräuterliche Badewannenzeit

Blüten und Kräuter tun Körper und Seele gut. Von Ursula Asamer.

Wannenbäder können nicht nur entspannen, sie sind richtig angewendet gesundheitsfördernd. Warme Bäder erfolgen bei einer Temperatur um 37 °C, bei ansteigenden Bädern erhöht man die Temperatur bis auf 40 °C. Die ideale Badedauer ist bis zu 15 Minuten.

Den Kreislauf stützen

Für Kaltwasserbäder gilt eine Wassertemperatur von 18 °C. Nach Voll- und Dreiviertelbädern empfiehlt sich als Kreislaufstütze ein abschließender kalter Fußsohlenguss. Eine angemessene Ruhezeit nach einem Wannenbad ist zu empfehlen.

Bei Herz-und/oder Nieren- und Venenschwäche, wie Kreislauferkrankungen sind Sitzbäder nur bedingt geeignet, und vorher mit dem Arzt zu besprechen.

Lavendelblüten- und Zitronenmelissenbad: Für ein Vollbad eine HV getrocknete Lavendelblüten und Melissenblätter (in der Apotheke zu kaufen) in 1 l Wasser aufkochen und zugedeckt sieben Minuten ziehen lassen. Abseihen und den Tee ins 36–37 °C heiße Wasser gießen. Für 30 Minuten darin entspannen. Dieses Beruhigungsbad vor dem Schlafengehen bringt den nötigen Abstand zum Alltag. Zitronenmelisse pflegt zusätzlich die Haut.

Rosen- und Hibiskusblüten eignen sich für ein rotgefärbtes Duftliebesbad. Sitzbäder mit Frauenmanteltee straffen Körper- und Bindegewebe und sind hautpflegend.

Ehrenpreis und Salbei als Badekräuter regulieren übermäßige Schweißproduktion. Die regelmäßige Anwendung von Gierschbädern kann Rheumaschübe lindern. Für Erkältungsbäder eignen sich Quendel, Thymian, Kiefern-Fichten und Tannennadeln, Fenchelsamen, Minze und Salbei. Für Erkältungsbäder eignen sich Sitzbäder, die Wasserhöhe bleibt unterhalb des Herzens. Die Wassertemperatur für Erkältungsbäder soll zwischen 32 und 40 °C betragen, 10 bis max. 20 Minuten.

Achtung: Bei Fieber aber generell auf heiße Bäder verzichten. Vorsicht: Thymianbäder sind nicht für Kleinkinder geeignet!

Eichenrindensitzbäder haben sich bei Hämorrhoiden bestens bewährt, Juckreizlinderung und die zusammenziehende, entzündungshemmende Wirkung ist altbekannt. Auch Windelausschlag bei Babys kann durch Eichenrindenextrakt, Stiefmütterchenkraut und Kamillenblüten gelindert werden, vorausgesetzt es bestehen keine Allergien oder Unverträglichkeiten

Ursula Asamer ist Kräuterpädagogin und Natur- und Landschaftspflegerin

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