Chronik | Oberösterreich
07.10.2018

Werk ohne Autor

Kino. "Werk ohne Autor" mit Tom Schilling und Paula Beer ist die deutsche Oscar-Hoffnung 2019

Sieben Jahre nach „The Tourist“ legt Florian Henckel von Donnersmarck seinen ersten deutschen Film seit „Das Leben der Anderen“ vor. Ein durchaus mit dem Oscar-Gewinner verwandtes Epos, das drei Jahrzehnte deutsche Nachkriegsgeschichte streift. Tom Schilling und Sebastian Koch stehen sich als erbitterte Gegenspieler und Vertreter unvereinbarer Lebensentwürfe gegenüber. Der Film beleuchtet den Wahnsinn und die Tragik des 20. Jahrhunderts anhand von drei Schicksalen.

Während des Zweiten Weltkriegs wird das Interesse des kleinen Kurt Barnert an der Kunst durch seine unkonventionelle Tante Elli geweckt, die später von dem Nazi-Arzt Seeband in den Tod geschickt wird. Nach dem Krieg lässt sich Kurt in Dresden als Künstler ausbilden und lernt dort seine große Liebe kennen, Elisabeth, die Tochter von Seeband. Gemeinsam wagen sie in den späten Fünfzigern den Sprung nach Düsseldorf, wo Kurt an der Kunstakademie seine Stimme als Künstler zu finden hofft, während sich die Konflikte mit dem Schwiegervater zusehends verschärfen. Ein fesselndes Drama, das tragische Familiengeschichte, flammender Thriller und eine Hommage an die befreiende Kraft der Kunst in einem ist – ein packender Kinostoff, der mitreißt und bewegt. „Werk ohne Autor“ geht für Deutschland 2019 ins Oscar-Rennen.

Hans-Peter Obermayr ist Geschäftsführer der Star Movie Kinogruppe

Hans-Peter Obermayr ist Geschäftsführer der Star Movie Kinogruppe