Chronik | Oberösterreich
27.08.2018

Waldbrand in Hallstatt: Aus der Sicht der Feuerwehr gelöscht

Zwei noch rauchende Stellen seien weiterhin unter Beobachtung, sie seien aber "nicht besorgniserregend".

"Der Waldbrand an der Echernwand in Hallstatt ist aus der Sicht der Feuerwehr gelöscht." Das berichtete der Feuerwehrkommandant des Bezirkes Gmunden Stefan Schiendorfer auf APA-Anfrage am Montag. Zwei noch rauchende Stellen sind aber weiterhin unter Beobachtung.

Der Brand an den beiden Plätzen sei "nicht besorgniserregend", beruhigte Schiendorfer. Es glose im Waldboden. Das sollte von selbst ausgehen. Die beiden Stellen seien nicht zugänglich, aber auch aus der Luft nur schwer erreichbar. Dennoch werde bei Bedarf erneut ein Löschflug durchgeführt werden. Davor werde ein Polizeihubschrauber mit einer Wärmebildkamera das Gelände untersuchen.

Häuser evakuiert

Der Vizebürgermeister von Hallstatt Alfred Gamsjäger (SPÖ) bestätigte, dass am Dienstag die Wildbach- und Lawinenverbauung und der zuständige Landesrat Elmar Pogorschek (FPÖ) sich ein Bild von der Lage am Brandort machen und Sofortmaßnahmen zum Schutz der Menschen unterhalb der Wand beraten wollen. Nach wie vor sind eine Straße unterhalb der Wand gesperrt sowie mehrere Häuser evakuiert, weil die Gefahr besteht, dass durch den Brand und die Löscharbeiten gelockerte Felsen und Bäume hinunterstürzen. Denkbar ist, dass Arbeiter zum "Fels putzen" von oben in die Wand abgeseilt werden.

Der vermutlich durch eine achtlos weggeworfene Zigarette ausgelöste Brand war am vergangenen Dienstag entdeckt worden. Tagelang bekämpften jeweils bis zu 100 Helfer mit Strahlrohren am Boden und mit Hubschraubern aus der Luft die Flammen. Mehrere Millionen Liter Wasser wurden aus dem Hallstättersee geschöpft, auf den Berg geflogen und über dem Brandort abgeworfen. Damit konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert werden. Aber erst der Regen am Wochenende brachte eine deutliche Entspannung. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.