Vincent Kriechmayr beim Super-G in Saalbach-Hinterglemm

© APA/EXPA/JOHANN GRODER

Chronik Oberösterreich
02/25/2020

Vinc hat die Kugel noch im Visier

Der Mühlviertler Vincent Kriechmayr setzt in Hinterstoder auf den Heimvorteil.

Als Hannes Trinkl 2001 Abfahrtsweltmeister wurde, war Vincent Kriechmayr gerade einmal zehn. Mittlerweile gehört der Mühlviertler selbst zu den Schnellsten der Zunft. Am kommenden Wochenende wird er auf der nach dem Champion aus St. Pankraz benannten Strecke um den Sieg kämpfen. Nach vier Jahren kehrt der Ski-Weltcup nach Hinterstoder zurück.

Vorbereitung seit einem Jahr

Die Vorbereitungen befänden sich in der heißen Phase und im Plan, berichtet Herwig Grabner, Chef des Organisationskomitees. Die Grundlage für die Piste ist längst gelegt, jetzt erfolgt der Feinschliff. Einen Weltcup-Event zu schultern, bedarf einiger Anstrengung. Seit gut einem Jahr wird in Hinterstoder auf das große Wochenende hingearbeitet, rund 500 Personen werden an den drei Renntagen im Einsatz sein. „Alle freuen sich, dass es endlich losgeht“, sagt Grabner.

Vierter 2016

Das gilt auch für Vincent Kriechmayr. „Ich fühle mich auf der Strecke sehr wohl. 2016 bin ich hier Vierter geworden und daher freue mich wieder auf die Heimrennen“, sagt er im KURIER-Gespräch. Er kenne die Strecke sehr gut, sie sei „auf jeden Fall weltcuptauglich“. Die Eckdaten: Der Super-G-Start befindet sich auf 1.286, das Ziel auf 636 Meter Seehöhe, Höhendifferenz 650 Meter, größte Neigung 60 Prozent. Bisher verlief die Saison für Kriechmayr nicht schlecht, aber auch nicht nach Wunsch.


Der Start war vielversprechend: Auf Podiumsplätze in Lake Louis und Beaver Creek folgte der Sieg im Super-G in Gröden. Es ging Auf und Ab: In der Bormio-Abfahrt fliegt in voller Fahrt ein Ski davon, auf dem Hahnenkamm in Kitzbühel ist nur Matthias Mayer um 22 Hundertstel schneller. Aktuell liegt Kriechmayr in der Abfahrt auf dem vierten, im Super-G auf dem fünften und in der Gesamtwertung auf dem sechsten Platz. Die Zwischenbilanz des Gramastettners: „Ich habe mir, ehrlich gesagt, ein wenig mehr erwartet. Mein Ziel war und ist es, in jedem Rennen um das Podium mitzufahren, das ist mir leider nicht immer gelungen.“

45.000 Zuschauer

Das Ziel, am Ende in einer der beiden Speeddisziplinen ganz vorne zu sein, hat der 28-Jährige freilich noch nicht ganz aus den Augen verloren: „Derzeit sieht es in der Abfahrt danach aus, dass Beat Feuz die Kugel holen wird. Im Super-G sind wir noch alle sehr eng zusammen. Da wird es in den letzten ausstehenden Rennen richtig spannend.“ Der Abstand zum führenden Norweger Aleksander Aamondt Kilde beträgt hier gerade einmal 74 Punkte. Wie bei vielen anderen Rennen, ob in Europa oder in Übersee, wird der „Vinc“ klarerweise auch in Hinterstoder von seinem großen Fanclub unterstützt.

15.400 Nächtigungen

Alles in allem wird an den drei Tagen mit rund 45.000 Zuschauern gerechnet, dazu kommen rund 15.400 Nächtigungen. Alleine der Weltcup-Tross – Rennläufer, Betreuer, Medienvertreter – umfasst 700 Personen. Sport- und Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner sieht in der Region eine direkte Wertschöpfung von rund 4,5 Mio. Euro. Zudem sei das Weltcup-Gastspiel beste Werbung für die Urlaubsregion Pyhrn-Priel und für Oberösterreich.

Aufs Podium

Für Vincent Kriechmayr geht es nicht so um das Rundherum, sondern um das Sportliche: „Wenn ich im Super-G noch um die Kugel mitkämpfen möchte, brauche ich eine Top-3-Platzierung.“ Mit den Rennen in Hinterstoder, Kvitvjell und Cortina stünden noch coole Rennen auf dem Programm. „Das Ziel ist es, immer aufs Podium zu fahren.“

Autor: Gerhard Marschall

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