Vierjähriger erstochen: Mutter gestand Tat

Kindesmord in Reichenau / Mühlkreis OÖ 4 jähriger Bub David wurde von seiner Mutter getötet anschließend versuchte sich die Frau selbst das Leben zu nehmen
Foto: PICTURENEWS.AT PETSCHENIG Die Frau gab an, sich an den Tathergang nicht erinnern zu können.

Die Mutter und mutmaßliche Täterin legte eine Geständnis ab. Sie habe den Buben mit einem Skalpell getötet.

Jene 30-jährige Frau, die am Dienstag in Reichenau im Mühlkreis ihren vierjährigen Sohn getötet haben soll, hat die Tat bei der Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft gestanden. Sie gab an zu wissen, dass sie ihr Kind umgebracht hat, behauptete aber, sich nicht an den Tathergang erinnern zu können, so die Behörde am Freitag. Demnach habe die Oberösterreicherin den Buben durch Stiche mit einem Skalpell getötet. Über sie wurde die Untersuchungshaft verhängt.

Nach Mitteilung der behandelnden Ärzte bestehe Aussicht, dass das Erinnerungsvermögen der 30-Jährigen in einigen Wochen zurückkehren wird, so die Staatsanwaltschaft. Die Anklagebehörde kündigte an, einen Gutachter zu bestellen, um zu klären, ob die Frau zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig war. Eine Expertise wird in frühestens sechs Wochen erwartet. In den kommenden Tagen soll der Frau ein Pflichtverteidiger zur Seite gestellt werden.

Abschiedsbrief

Die 30-Jährige hat soll ihren vierjährigen Sohn durch mehrere Stiche mit einem Skalpell in die Brust getötet haben. Danach hat sie versucht, sich selbst das Leben zu nehmen. Das schließen die Ermittler aus einem Abschiedsbrief. Die Spurenauswertung am Tatort ist allerdings noch nicht abgeschlossen, auch Angehörige werden in den kommenden Tagen noch einvernommen.

Die Großmutter des Buben hatte ihren Enkel am Dienstag leblos im Wohnzimmer gefunden, die Leiche wies Stichverletzungen auf. Daneben lag die blutüberströmte Mutter. Die 30-Jährige wurde ins Krankenhaus eingeliefert und war erst nach einigen Tagen einvernahmefähig.

(apa / dk) Erstellt am
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