Ursula Asamer ist Kräuterpädagogin und Natur- und Landschaftspflegerin

© Mara Pilz

Kolumne
07/30/2021

Pürierte Erdäpfel auf die von der Sonne gerötete Haut

Erfrischungen für die Sommerhitze. Von Ursula Asamer.

Einfache Zubereitungen mit Wildkräutern können den Hitzealltag erträglicher machen. Ein kühles bis lauwarmes, knöcheltiefes Fußbad mit Natursalz, Salbei und Fichtennadeln bringt Erleichterung für müde, brennende, überbelastete Beine und Füße nach einem langen Arbeitstag. Dazu einen aus den Kräutern und Fichtennadeln starken Tee zubereiten, ihn auskühlen lassen und ins Fußbad gießen.

Fußspray

Wie bereitet man einen Fußspray zur Pflege und Erfrischung zu?

1 kleiner EL Speisenatron, 5 Tropfen ätherisches Lavendelöl, 5 Tropen ätherisches Pfefferminzöl, 20 Tropfen Rosskastanientinktur 40 %, 80 ml Steinklee- und/oder Salbeitee, eine Sprühflasche 100 ml.

Speisenatron bodenbedeckt in eine Sprühflasche füllen und die ätherischen Öle darauf träufeln. Rosskastanientinktur zufügen und mit dem Tee aufgießen. Speisesoda fungiert als Emulgator von ätherischen Ölen und Tee/Essig. Bei starkem Schwitzen und saurem Schweiß kann das Speisenatron nach dem Abtrocknen auf dunkler Wäsche verstärkt weiße Ränder verursachen, daher kann anstelle von Speisesoda auch 20 ml 96-prozentiger Alkohol verwendet werden. Steinklee wirkt abschwellend und Salbei wirkt antibakteriell und geruchshemmend.

Eine lauwarme Fußwaschung mit stark verdünntem Apfelessig kann eine medizinische Behandlung von Fußpilz ergänzend unterstützen. Eine Tasse Apfelessig mit drei Liter Wasser strecken und damit die Füße abwaschen. Bei übermäßigem Fußschwitzen haben sich auch lauwarme Waschungen mit geruchshemmendem und antibakteriell wirkendem Salbeiabsud und Eichenrindentee bewährt, aber Eichenrinde kann bei gehaltvoller Zubereitung abfärben! Bei krankhaftem Fußschwitzen sollte ärztlicher Rat zugezogen werden.

Nach dem Sonnenbad

Als Erfrischungsspray für Gesicht, Nacken und Beine kann auch Minzhydrolat, ein Pflanzenwasser, das mittels Destillation gewonnen wird, verwendet werden. Kühlen ist auch nach dem Sonnenbad angesagt. Kühlende Auflagen mit einem Absud von Grünem Tee und Mutterkraut können Rötungen lindern. Die getränkten, kühlenden Tücher für ca. 15 Minuten auf der heißen Haut belassen, gegebenenfalls wiederholen. Rohe Kartoffelscheiben lassen Rötungen ebenfalls abklingen. Die rohen Kartoffeln können auch püriert auf die Haut aufgestrichen werden. Nach dem Abkühlen der Hautpartien können Ansatzöle mit Lavendel- und Ringelblumenblüten und Vogelmiere die Sonnenbrandhaut pflegen. Rotöl vom Johanniskraut pflegt ebenfalls die Sonnenhaut, allerdings darf dieses Öl nie vor und während einem Sonnenbad aufgetragen werden. Johanniskrautöl ist nur als After-Sun-Öl zu verwenden, nie in Verbindung mit direkter Sonnenbestrahlung.

Ursula Asamer ist Kräuterpädagogin und Natur-und Landschaftspflegerin

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