Chronik | Oberösterreich
12/12/2018

Trio raubte Luxusuhren: Mutmaßliche "Pink Panther"-Mitglieder in Linz angeklagt

Juweliere in oö. Landeshauptstadt und Amstetten überfallen. Angeklagte geständig.

Unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen hat am Mittwoch am Landesgericht Linz der Prozess gegen drei mutmaßliche Mitglieder der berüchtigten "Pink Panther"-Bande begonnen. Sieben vermummte Justizwachebeamte führten vor Prozessbeginn die Beschuldigten zur Anklagebank. Die Serben müssen sich wegen brutaler Raubüberfälle auf Juweliere in Linz und in Amstetten verantworten. Sie zeigten sich geständig.

Die Überfälle im Juli und September des Vorjahres dauerten nur wenige Minuten. Dabei hatten es die Verdächtigen immer auf Luxusuhren abgesehen, insgesamt betrug der Wert der Beute rund eine Million Euro. Bei den Coups gingen die Angeklagten äußerst brutal vor. Sie bedrohten das Verkaufspersonal mit einer Softgun, in Amstetten versprühte einer Pfefferspray. Mit Äxten zertrümmerten sie dann Vitrinen und räumten diese leer, führte die Staatsanwältin aus. Danach flüchteten sie mit zuvor gestohlenen Autos.

In Klagenfurt, wo nur zwei der drei beschuldigten Serben ein Schmuckgeschäft ausrauben wollten, scheiterten diese jedoch im heurigen Februar. Die Verkäuferin öffnete ihnen auf ihr Läuten nämlich nicht die verschlossene Tür. Nach dem missglückten ersten Versuch, starteten die beiden zwei Tage später einen neuerlichen Anlauf - ebenfalls ohne Erfolg. Dafür verständigte die Angestellte die Polizei, worauf die beiden, 24 und 33 Jahre alt, wenige Zeit später in Klagenfurt geschnappt wurden.

Der dritte Angeklagte, der in Linz beim Coup dabei war, wurde bei einem Überfall in der Schweiz festgenommen. Anhand von DNA-Spuren stellte sich heraus, dass auch er in Oberösterreich mit von der Partie war. Die Staatsanwältin forderte daher, dass die Angeklagten als Mitglieder einer kriminellen Vereinigung wegen versuchten und verübten schweren Raubs verurteilt werden. Ein Urteil ist für Mittwochabend geplant.