Helping hands

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Chronik Oberösterreich
08/29/2020

Training hilft gegen das Vergessen

Präventive Maßnahmen können das Risiko an Demenz zu erkranken um 10 bis 50 Prozent senken.

von Silke Kranz

In der vergangenen Woche habe ich mich auf einen Vortrag vorbereitet, den ich zum Thema Sport und Ernährung im Alter halte. Was mich bei den Recherchen am meisten beeindruckt hat, sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Demenz. Die medikamentösen Therapiemöglichkeiten dieser neurodegenerativen Erkrankung sind oft wenig zufriedenstellend für die Betroffenen und ihre Angehörigen.

Silke Kranz

Umso wichtiger ist der präventive Ansatz, spielen doch Bewegungsmangel, Depression, Übergewicht, Bluthochdruck und Zuckerkrankheit eine Rolle bei der Entstehung. Aktuelle Hochrechnungen gehen davon aus, dass durch eine Reduktion der Risikofaktoren um 10 bis 50 Prozent in Deutschland bis zu 130.000 Demenz-Fälle weniger auftreten würden.

Große Effekte

Die Kombination von Ausdauertraining, Gedächtnistraining und Optimierung der Durchblutung in der frühen Phase der Erkrankung scheint hier die größten Effekte zu erzielen. Die Demenz ist wie schon erwähnt eine neurodegenerative Erkrankung, das bedeutet, sie mindert die Funktion der Nerven. Dies geschieht unter anderem durch sogenannten oxidativen Stress, der wiederum Zellen und unseren ganzen Körper schädigt und schwächt.

Vollkorn und Obst

Dagegen kämpfen Antioxidantien an, wie das Resveratrol aus Trauben und Beeren. Somit spielt auch die Ernährung eine Rolle in der Entwicklung der Demenz. Weißmehlprodukte und gesättigte Fettsäuren sollten vermieden werden. Hingegen wird eine ausgewogene Mischkost bestehend aus Vollkornprodukten und reichlich Gemüse und Obst empfohlen, um möglichst viele der Radikalfänger zu liefern.

Gesunder Lebensstil

All diese Maßnahmen helfen leider nicht, wenn die Krankheit den Betroffenen bereits in seiner Gedächtnisleistung und damit auch Lebensqualität einschränkt, deshalb ist es einerseits wichtig, das Risiko einer Demenz frühzeitig zu erkennen und abklären zu lassen. Andererseits sollten wir alle genau jetzt unseren Lebensstil mit gesunder Ernährung, regelmäßiger Bewegung und ausreichend Schlaf verbessern, damit wir das Risiko nicht unnötig erhöhen.

Und ganz ehrlich: diese Faktoren schützen nicht nur unsere Nerven, sondern auch unser Herz-Kreislauf-System, unseren Bewegungsapparat, unser Immunsystem und damit unsere Gesundheit und Zufriedenheit!

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