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Chronik Oberösterreich
08/02/2019

Tierquälerei bei Schweinebauern vor Gericht

Im Stall eines oö. Landwirte-Ehepaars herrschten verheerende Zustände, über 30 Tiere verendeten. Prozess auch gegen Tierärztin.

Ein gerichtliches Nachspiel haben verheerende Zustände in den Stallungen von Mast- und Zuchtschweinen in einem Bauernhof im Bezirk Gmunden. In einem Prozess am 29. August im Landesgericht Wels sind ein Landwirte-Ehepaar und eine Tierärztin wegen Tierquälerei angeklagt, wie das Oberösterreichische Volksblatt berichtet.

Anonyme Anzeige

Nach einer anonymen Anzeige führte ein Amtstierarzt Anfang April eine Kontrolle im Bauerhof durch. Er fand verdreckte Ställe vor, teilweise verweste Tierkadaver und Knochenreste lagen herum. Die 63 noch lebenden Schweine waren in einem äußerst schlechten Gesundheitszustand. Sie dürften sich von den toten Tieren ernährt haben und befanden sich teilweise bis zum Bauch in Exkrementen. Sie mussten notgeschlachtet werden. Bei der Räumung des Stalls wurden sechs Kadaver sowie die knöchernen Überreste von mindestens 31 weiteren im Stall verendeten Schweinen entdeckt.

Seit einem Jahr nicht mehr im Stall

Wie es zu den verheerenden Zuständen gekommen ist, konnte das Ehepaar nicht erklären. Der Bauer gab an, den Stall seit einem Jahr nicht mehr aufgesucht zu haben. Seine Frau sagte, ihr sei alles über den Kopf gewachsen. Ihnen wird Tierquälerei zur Last gelegt. Die Tierärztin ist als Beitragstäterin angeklagt.