Ursula Asamer ist Kräuterpädagogin und Natur- und Landschaftspflegerin

© Mara Pilz

Kolumne
01/14/2022

Tee-Bäder stärken das Saatgut

Das neue Pflanzenjahr rückt näher. Von Ursula Asamer.

Die Anzuchtzeit für das neue Pflanzenjahr rückt näher. Die Vorbereitungen können bereits starten. Aussaaterde für das kommende Garten- oder Balkonpflanzenjahr kann auch selbst gemischt werden. Optimal ist, wenn man über Garten- oder Erde von Maulwurfshügeln und über reife Komposterde verfügt. Ganz wichtig ist, dass die Erde frei von Torf ist. Konventionelle Produkte sind dies vielfach nicht, zur Torfgewinnung werden meist Moore in Ländern jenseits des Uralgebirges ausgebeutet und unwiderruflich geschädigt. Als Mischungsverhältnis hat sich ein Drittel Garten- oder Maulwurfshügelerde, ein Drittel Komposterde und ein Drittel feiner Sand (kein Spiel- oder Vogelsand) bewährt. Bitte etwas Sand zum Bedecken der Aussaatflächen nehmen, die durch eine dünne Sandschicht weniger austrocknen.

Tee, Knoblauch, Kren

Um das Saatgut gegen schädliche Keime widerstandsfähiger zu machen, haben sich Saatbeizen- oder Samenbäder bewährt. Diese Vorbehandlungen von Samen eignen sich als Vorquellmittel. Frisch zubereiteter Kamillen- oder Zinnkrauttee, Baldrianblüten- Brennnessel- und Löwenzahnblätterabsud wie auch Eichenrinde, in Wasser ausgezogen, eignen sich. Knoblauch- und Krenauszüge wirken vorbeugend gegen Erkrankungen der zarten Keimlinge. Das Saatgut in den lauwarmen Kräuterauszügen auf die unmittelbar danach stattfindende Aussaat vorbereiten. Saatbäder für Erbsen und Karotten sollten um die 90 Minuten dauern, Bohnen ca. eine Stunde, Radiessamen begnügen sich mit 20 Minuten Badezeit. Nach den Saatbädern die Samen leicht antrocknen, um sie gut trennen zu können und in die Erde bringen. Als Aufzuchtbehälter eignen sich Eierschalen und Eierkartons.

Mondkalender

Aussaaten nach dem Mondkalender können zu besserer Keimung und zum Wachstum der Pflanzen beitragen. In Aussaatkalendern mit vielen praktischen Tipps zu den besten Aussaat- und Pflanztagen wird man gut beraten. Jeder Mondphase sind Tierkreiszeichen zugeordnet, die die Fruchtbildung unterstützen und sich sogar auf die Haltbarkeit von Gemüse auswirken. Auch andere Himmelsplaneten spielen im biologisch-dynamischen Pflanzenanbau eine Rolle und wirken sich positiv aus. Wir unterscheiden bei den Aussaattagen zwischen Wurzeltagen für Karotten, Rauner, Kartoffeln, Pastinaken, Rettich, Fruchttagen für Fruchtgemüse wie Gurken, Paprika, Tomaten, Bohnen, Erbsen, Blatttagen für Spinat, Blattsalate, Mangold und Blütentagen für Blütengemüse wie Brokkoli, Karfiol und Artischocke.

Ursula Asamer ist Kräuterpädagogin und Natur- und Landschaftspflegerin

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