Simon I. und Tamara I. sind das Prinzenpaar der Faschingsmetropole Ebensee
Siomon I. und Tamara I. bei ihrem Auftritt
Nicht wie überall sonst am 11. 11., sondern erst irgendwann nach Dreikönig beginnt hier traditionell der Fasching, der dann dafür umso ausgelassener gefeiert wird.
Und so ist die Regentschaft des Prinzenpaares ein jedes Mal kurz, aber intensiv. Wer für dieses Amt auserkoren ist, wird so lange wie möglich geheim gehalten – auch ein Ebenseer Brauch. Am 23. Jänner wurden schließlich Simon I. vom Traumsee und Tamara I. von Ebenkirchen feierlich gekrönt.
Ein besonderes Anliegen sei ihnen gewesen, erzählen sie, viele Veranstaltungen mit Kindern und Beeinträchtigten zu besuchen. Privat sind die beiden ebenfalls ein Paar. Simon Hörmandinger (26) unterrichtet an der Sportmittelschule Laakirchen Mathematik, Informatik und Sport. Vor vier Jahren hat er das Kapitänspatent abgelegt. Seitdem schippert er Einheimische und Gäste über den See, der für ihn ein spezieller Ort ist – ein Traumsee eben. Tamara Putz (27) ist Sozialarbeiterin, sie stammt aus Traunkirchen und ist seinerzeit zu ihrem Herzensprinzen nach Ebensee gezogen. Als von und zu Ebenkirchen hält sie das gute Verhältnis der beiden Nachbarn hoch. In diesem Sinne wird alljährlich vor dem Gemeindeamt Traunkirchen, das im Fasching stets liebevoll zu „Ebensee Nord“ umbenannt wird, die Fetzenfahne gehisst. „Feiern wir mit Herz und Hirn“, forderten Simon I. und Tamra I. die Ebenseer auf. Die werden an diesem Wochenende ihre „Nationalfeiertagen“ gewiss wieder ausgiebig begehen: mit dem Fetzenzug am Montag als Höhepunkt bis zum Faschingverbrennen am Aschermittwoch.
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