Chronik | Oberösterreich
30.04.2018

Ruderboot ging unter: Vermisster tot aus Traunsee geborgen

Taucher fanden die Leiche des Mannes aus Altmünster in einer Tiefe von acht Metern.

Ein 45-jähriger Bootsinsasse, der seit Sonntagnachmittag im Traunsee in der Gemeinde Traunkirchen (Bezirk Gmunden) in Oberösterreich vermisst wurde, ist am Montagnachmittag tot geborgen worden. Taucher fanden die Leiche des Mannes aus Altmünster in einer Tiefe von acht Metern, sagte Jochen Brunner, Einsatzleiter der Wasserrettung, am Montagabend zur APA.

Der 45-jährige Mann war mit einem Ruderboot gekentert und untergegangen. Seine Lebensgefährtin konnte sich retten. Eine erste groß angelegte Suchaktion am Sonntagnachmittag, bei der das Ruderboot in etwa zehn Metern Tiefe geortet und gesichert werden konnte, musste am Abend erfolglos abgebrochen werden. Am Montag um 16.20 Uhr fand eine Suchkette von Tauchern den Mann rund 40 Meter vom Boot und rund 150 Meter vom Ufer entfernt.

50 Taucher im Einsatz

Es waren rund 50 Taucher der Polizei-Sondereinheit Cobra, der Feuerwehr und der Wasserrettung im Einsatz. "Die Taucher haben Suchketten gebildet und bestimmte Bereiche rund um das Boot systematisch abgetaucht, die sie gestern noch nicht abgedeckt haben. Bei der dritten Kette wurde der Vermisste gefunden", sagte Brunner. Nachdem die Leiche des 45-Jährigen geborgen wurde, haben die Einsatzkräfte das Ruderboot mit Hilfe von Hebeballons an die Wasseroberfläche geholt.

Der 45-jährige Mann aus Altmünster ruderte am Sonnntagnachmittag gemeinsam mit seiner 43-jährigen Lebensgefährtin auf den See hinaus. Als die beiden den Platz an den Rudern tauschen wollten, geriet das Boot in Schieflage. Dabei trat Wasser ein, das Boot kenterte und ging unter. Seine Lebensgefährtin konnte sich retten. Sie schwamm in Richtung eines anderen Bootes in der Nähe und wurde von der Besatzung im letzten Moment aus dem rund dreizehn Grad kalten Wasser gerettet.