Rogl ist Komponist mit Doppelleben
Helmut Rogl vor der Bruckner-Büste im Linzer Donaupark
Helmut R. – der Komponist mit dem Doppelleben: Das könnte der Titel einer Biografie über den Linzer Komponisten Helmut Rogl (66) sein. Einerseits erfolgreicher und mehrfach ausgezeichneter Musikschaffender, andererseits Doktor der Betriebswirtschaft und als solcher jahrelang Marketingchef der Oberösterreichischen Versicherung.
Ursprünglich hatte er Komposition am Brucknerkonservatorium in Linz und am Mozarteum in Salzburg studiert, parallel dazu das Wirtschaftsstudium an der Kepleruni absolviert. Auf die Frage des KURIER, wie das alles zusammengeht, sagt Rogl: „Das geht bei mir seit Jahrzehnten gut zusammen, der Elfenbeinturm der Kunst und das sozusagen weltliche Wirtschaftsleben ergänzen einander.“ Auch was die Musik selbst anlangt, ist Rogl alles andere als eindimensional.
Am kommenden Dienstag wird zwar seine Dritte Sinfonie „Dona nobis pacem“ im Brucknerhaus uraufgeführt, doch ihn nur in die Abteilung Klassik einzuordnen, das wäre zu kurz gegriffen. Rogl: „Ich bin ein musikalisch neugieriger Mensch, es gibt immer wieder Neues zu entdecken, ich will mich auch fordern und immer in meinem Schaffen neue Wege gehen.“ Der gebürtige Ennser hat bis heute über 70 Werke komponiert, abgesehen von den drei Sinfonien zählen dazu Lieder, Musik für Märchen, Orchester- und Bühnenwerke, Klanginstallationen, elektronische Musik und Filmmusik. Beeindruckend war auch Rogls Oratorium „Memento“ für Solisten, Chor und Orchester, das 1995 anlässlich der Gedenkfeier „50 Jahre Befreiung des KZ Mauthausen“ uraufgeführt wurde.
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