Chronik | Oberösterreich
15.07.2018

Respekt ist Wertschätzung

Aufmerksamkeit. Es ist wertvoller, stets den Respekt der Menschen als gelegentlich ihre Bewunderung zu haben

Respekt ist eine Form der Wertschätzung und der Aufmerksamkeit. „Es ist wertvoller, stets den Respekt der Menschen als gelegentlich ihre Bewunderung zu haben“, sagte der Philosoph Jean-Jaques Rousseau. Viele große Frauen und Männer heben die Wichtigkeit von Respekt hervor, wie die folgenden Zitate zeigen.

„Respekt zu bezeugen ist heutzutage fast ebenso schwer wie Respekt zu verdienen.“ So Joseph Joubert, französischer Moralist. „Von Zeit zu Zeit seh' ich den Alten gern und hüte mich, mit ihm zu brechen“, meinte Johann Wolfgang von Goethe. „Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aus dem Respekt“ (Daniel Defoe, englischer Schriftsteller in der Frühzeit der Aufklärung). „Habe stets Respekt vor dir selbst, Respekt vor anderen und übernimm’ Verantwortung für deine Taten“, empfiehlt der Dalai-Lama.

„Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten noch vor dem Kaiser kriechen“ (Benjamin Franklin). „Wissen gibt Macht, aber der Charakter verschafft Respekt und Anerkennung“ (Bruce Lee). „Ich spreche mit jedem gleich, egal ob es sich um den Müllmann oder um den Präsidenten der Universität handelt“ ( Albert Einstein). „Was ich anbiete ist Sicherheit und Respekt. Das klingt nicht aufregend, aber vielleicht ist es besser als Leidenschaft“ (Graham Green).

„Es ist nicht mein Ziel geliebt zu werden. Mir genügt es, wenn man mich respektiert“ (Kardinal Richelieu). „Respekt kann man nicht verlangen, man muss ihn sich erwerben. Und diejenigen, die am lautesten beklagen, nicht respektvoll behandelt zu werden, sind selbst am respektlosesten“ (Carola Hofmann). „Respekt und Achtung verlieren sich am schnellsten in der Wut.“ „Das Auf-der-Nase Herumtanzen ist bloß dann kein Problem, wenn der Tänzer ein Schmetterling ist“ (Pascal Lachenmeier). „Jeder soll als Person respektiert und keiner vergöttert werden“ (Albert Einstein). „Respekt kennt Unterschiede, aber keine Vorurteile“ (Justus Vogt).

Haben Sie Respekt vor sich selbst und vor anderen. „Es geht nicht darum, sich den Respekt der anderen zu verdienen. Nur den vor sich selbst“ (Lisz Hirn). „Respektiere deine Grenzen, andere Menschen, die Welt, in der du lebst und vor allem dich selbst.“

Neben Ihrer eigenen Realität gibt es auch andere Realitäten. Realitäten sind subjektiv. Es sollte mehr Respekt und Toleranz gegenüber anderen Realitäten geben. Sie müssen diese Realitäten nicht akzeptieren, aber Sie sollten diese zumindest respektieren. Machen Sie daher aus Ihrem „ja, aber…“ ein „ja und…“ Haben Sie Respekt vor dem, was andere tun oder denken. Taxieren Sie nie. Es steht einem nicht zu, einen Menschen zu taxieren.

Warum soll man auf das „Ja und…“ statt dem „Ja, aber… verwenden? Sowohl „aber“ als auch „und“ sind Bindewörter. „Aber“ drückt einen Gegensatz aus und ist entgegenstellend. Seine Synonyme sind die Wörter „dagegen“, „jedoch“, „hingegen“. Etwas schwächer ist „allerdings“. Das Wort „und“ ist indes eher bejahend, hinzufügend, ergänzend. Auf alle Fälle nicht entgegenstellend.

Eine wichtige Erfahrung im Leben ist auch, dass alles bipolar ist. Es gibt Tag und Nacht, Sommer und Winter, schwarz, und weiß, Himmel und Hölle, oben und unten. Jeder Trend hat einen Gegentrend. Der Digitalisierung steht die Emotionalisierung gegenüber, Spannung erzeugt Gegenspannung und Entspannung. Sie verläuft jedoch nicht wie eine Sinuskurve gleichmäßig, sondern die Ausschläge in die eine wie auch in die andere Richtung sind unterschiedlich ausgeprägt. Aber es gibt immer zwei Pole. Aber den Zyklus kann man nicht vorhersehen.

Alois Zangerle ist Unternehmensberater und akademischer Exportkaufmann. www.alois-zangerle.at office@alois-zangerle.at