Awai Cheung

© Privat

Kolumne
06/22/2022

Raus aus dem negativen Gedankenkarussell

Den Gedankenfluss verlangsamen. Von Awai Cheung.

Permanent √ľber alles M√∂gliche nachdenken. Es h√§ufen sich immer wiederkehrende Gedanken, ein Tsunami im Kopf, das stresst! Folgendes Beispiel soll dies verdeutlichen: ‚ÄěWie war dein Vorstellungsgespr√§ch? Es war richtig gut. Bis jetzt haben sie sich allerdings noch nicht gemeldet. Vielleicht h√§tte ich das nicht sagen sollen? Ah, ich bin so dumm. Die werden sich garantiert nicht melden. Warum sollten sie sich auch melden? Ich werde einfach nie einen Job finden. Dann werde ich meine Wohnung verlieren, auf der Stra√üe leben und einsam und arm sterben.‚Äú

Schlafprobleme

Nicht selten schleichen solche oder √§hnliche Gedanken auch noch abends durch den Kopf. Sie w√§lzen sich im Bett hin und her, kommen nicht zur Ruhe und k√∂nnen nicht einschlafen. Ein Kreislauf, der zu Schlafproblemen f√ľhren kann. Wirklich anhalten k√∂nnen Sie Ihre Gedanken nicht. Sie sind immer da. Aber wir k√∂nnen durch Training die Gedanken verlangsamen und reduzieren, damit Sie eine deutliche Erleichterung in Ihrem Kopf versp√ľren und dass Sie nur noch einen Gedanken anstatt hundert haben.

Zu schnell hin und her

Das Problem ist nicht das Denken an sich. Unser Gehirn ist daf√ľr geschaffen. Problematisch werden die Gedanken erst dann, wenn sie zu schnell hin und her wechseln, wenn es zu viele gleichzeitig sind und wenn sie st√§ndig um negative Themen kreisen. Vor allem das endlose Gr√ľbeln √ľber irgendwelche Sorgen und Probleme kostet Sie unglaublich viel Energie.

Hier nun ein paar Tipps, wie Sie Ihr Gedankenkarussell verlangsamen und reduzieren k√∂nnen: Sagen Sie sich, wenn m√∂glich laut: Stopp! Mensch, √§rgere dich nicht! Unterbrechen Sie damit Ihre Gedankenkette. Wenden Sie dann zum Beispiel zur Stimulation von au√üen meine Qi-Fit-√úbung ‚ÄěGreife nach den Sternen‚Äú an: Stehen Sie schulterbreit, bewegen Sie den rechten Arm beim Einatmen im Halbkreisbogen von links nach oben rechts. Am h√∂chsten Punkt der Bewegung lassen Sie die Hand fallen und bilden den sogenannten Kranichkopf. Legen Sie die Finger nacheinander auf den Daumen: zuerst den Zeigefinger, dann den Mittelfinger, Ringfinger und kleinen Finger. Atmen Sie dabei ruhig ein und aus. L√∂sen Sie die Finger wieder nacheinander vom Daumen r√ľckw√§rts und wiederholen Sie diese √úbungen circa vier Minuten auf beiden Seiten.

Abschließend beobachten Sie sich, ob Ihre Gedanken zur Ruhe gekommen sind. Bleiben Sie gesund!

Jederzeit und √ľberall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Kommentare