Chronik | Oberösterreich
13.01.2019

Pühringer brach seine Skikarriere ab

Wirtschaftsbund: 2019 soll ein Jahr voller Mut und Selbstbewusstsein werden.

Das meiste Mitgefühl wurde wohl Altlandeshauptmann Josef Pühringer zuteil. Als der 69-Jährige die Gäste beim montägigen Neujahrsempfang des Wirtschaftsbundes in den Linzer Redoutensälen mit der linken Hand begrüßte, fragte ihn jeder, was ihm denn zugestoßen sei. „Ich bin beim Skifahren auf der Höß gestürzt und auf die rechte Schulter gefallen. Ich habe mir die Sehnen und Bänder eingerissen.“ Seither muss er seine rechte Hand in einer Schleife tragen (Bild oben). Nachdem er bereits vor einigen Jahren einen ähnlichen Unfall hatte, hat er nun endgültig das Skifahren aufgegeben und die Ski an seinen Schwiegersohn weitergegeben.

Rund 750 Funktionäre des Wirtschaftsbundes waren zum alljährlichen Neujahrsritual zusammengekommen. „Auch wenn einige Wolken am Wirtschaftshimmel aufziehen, sind wir doch optimistisch“, begrüßte Wirtschaftsbunddirektor Wolfgang Greil die Gäste. Und er definierte auch gleich das Ziel. „400 Tage sind es noch bis zur Wirtschaftskammer-Wahl im Jahr 2020. Wir nützen das heurige Jahr, um uns darauf vorzubereiten.“ 432 neue Mitglieder seien 2018 beigetreten. Man wolle 20.000-er Marke knacken. Bester Einzelwerber sei Markus Reiter, Wirtschaftsbundobmann in Hofkirchen im Mühlkreis, gewesen. Er gewann einen Städteflug. Bezirkssieger war Grieskirchen, die Heimat von Landesobfrau Doris Hummer.

Landeshauptmann Thomas Stelzer bezog sich in seiner Rede auf die Predigt von Abt Martin Fehlhofer, die dieser zuvor bei der Julius-Raab-Gedenkmesse im Landhauskirche gehalten hatte. Der Vorsteher des Stiftes Schlägl hatte gemeint, jeder könne sein Leben dann gut gestalten, wenn er Ziele habe und sie erreiche. 2019 sollte deshalb ein Jahr voll Mut und Selbstbewusstsein sein, so Stelzer. „Ich ersuche den Wirtschaftsbund um eine gute Zusammenarbeit, damit wir Oberösterreich gut weiter entwickeln.“

Doris Hummer, Präsidentin des Wirtschaftsbundes und der Wirtschaftskammer, war voll des Lobes über das vergangene Jahr. „2018 war ein sehr gutes Jahr für die Wirtschaft. Wir haben die wichtigen Themen wie die Arbeitszeitflexibilisierung, die Reform der Sozialversicherung, das Standortentwicklungsgesetz, die Reform der Rot-Weiß-Rot-Card etc. weitergebracht.“ Jetzt brauche es dringend Fachkräfte. „Wir haben nicht nur einen Facharbeitermangel, sondern generell einen Arbeitskräftemangel.“ Und sie freute sich darüber, dass 90 Prozent der Bevölkerung die Arbeit der Unternehmer wertschätze, was lange nicht so der Fall gewesen sei.