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Chronik | Oberösterreich
03/20/2019

Prozess gegen renitenten Polizisten wegen Krankheit vertagt

Der Angeklagte erkrankte kurzfristig. Der Mann soll unter Alkoholeinfluss Kollegen bedroht haben.

Der Prozess gegen einen renitenten Polizisten, der unter Alkoholeinfluss Kollegen unter anderem bedroht haben soll, ist im Landesgericht Linz am Mittwoch abberaumt worden. Der Angeklagte war am Vortag erkrankt, teilte sein Verteidiger mit, der eine entsprechende ärztliche Bestätigung vorlegte.

Der 55-Jährige harre es am 19. Oktober vergangenen Jahres mit zwei Kollegen zu tun bekommen. Die Uniformierten waren gerufen worden, weil ein "offenkundig Alkoholisierter" versucht habe, sein Fahrzeug in Betrieb zu nehmen. Dabei habe er laut Anklage versucht die Beamten daran zu hindern, seine Identität festzustellen. Er sei ohnehin ein Kollege, gab er demnach an. Als bei ihm eine Personendurchsuchung vorgenommen wurde, soll er gesagt haben: "Wenn das so ist, greife ich zur Puffn. Vielleicht führe ich ja auch eine bei mir." Während einer der Beamten daraufhin sein Fahrzeug durchsuchte, soll er vorgeschlagen haben: "Ihr habt nichts gesehen, ich habe nichts gemacht und ihr lasst mich gehen." Man könne ja einen Deal machen.

Prozess auf 24. April vertagt

Darauf sind die Beamten nicht eingegangen und überstellten ihn ins Polizeianhaltezentrum. Dort habe er den beiden gedroht ihnen "eine in die Goschn" zu hauen, wenn er sie wiedersehe und keine Achter (Anm.: Handschellen) mehr oben habe. Später begründete er die ihm angelasteten Äußerungen mit seiner übermäßigen Alkoholisierung.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm nach diesem Vorfall Widerstand gegen die Staatsgewalt, Amtsmissbrauch und gefährliche Drohung vor. Im Falle einer Verurteilung droht dem Mann eine Strafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe.

Zu der Schöffenverhandlung erschien der Angeklagte nicht. Er sei am Vortag erkrankt, informierte sein Anwalt. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung legte er vor. Der Prozess wurde auf 24. April vertagt.