© Posthof Linz/Ingo Pertramer

Chronik Oberösterreich
12/09/2019

Ois wienerisch, Oida!

Der Meister des grantelnden Geraunzes singt im Linzer Posthof. Bühne frei für Voodoo Jürgens.

von Claudia Stelzel-Pröll

Dieses grantelnde Sprechgesinge im ärgsten Wienerisch – kaum einer beherrscht das aktuell so gut wie er. Voodoo Jürgens geht nach drei Jahren Pause mit seinem neuen Album „’S Klane Glückspiel“ auf Tour und kommt am 11. Dezember auch in den Linzer Posthof.

Django & Strizzi

Wenn man sich dabei noch inszeniert wie eine überzeugende Mischung aus Wiener Unterwelt-Django und Strizzi aus dem Gemeindebau, kann schon nichts mehr schiefgehen.

Mit seinem ersten Album „Ansa Woar“ wurde Voodoo Jürgens, der eigentlich David Öllerer heißt, durch alle deutschsprachigen Feuilletons gehypt. Im zweiten Album serviert er im Titelsong gleich einen eingängigen Abgesang auf gescheiterte Existenzen und legt sich dafür mit niemand Geringerer als der legendären Jazz Gitti ins Bett. Sprachlich grandios ist auch die Nummer „Kumma ned“, in der Voodoo Jürgens jene Typen porträtiert, die immer knapp bei Kassa sind und tausend Ausreden finden, wenn es ums Zurückzahlen der Schulden geht.

Schwarzer Humor, gepaart mit tiefstem Wienerisch, diesem speziellen Sound und einem Blick für das Scheitern im Alltag – alles Voodoo, Oida!

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