© Harald Dostal

Chronik | Oberösterreich
03/16/2019

Neues Buch: Jedem seine Heldenreise

Märchenfee Nina Stögmüller hat ein Geburtstagsbuch für Erwachsene geschrieben - zum Nachdenken und Aktivwerden.

„Die Märchenfee wollte mehr Zeit und Raum von mir. Sie ist meine Berufung.“ Nina Stögmüller, bisher hauptberuflich Pressesprecher der VKB-Bank, hat sich entschieden, sich nun voll und ganz dem Schreiben zu widmen, Vortragende und Märchenfee zu sein. „Es war eine wichtige, aber keine leichte Entscheidung“, sagt die 46-Jährige im Gespräch mit dem KURIER.

Donnerstagabend hat sie im Paneum in Asten ihr neuestes und siebentes Buch präsentiert: Mein Geburtstag – Lesen, Schreiben, Malen, Wünschen.

Wesentliche Lebensfragen

„Jeder kann damit seine persönliche Heldenreise machen“, erklärt sie die dahinterstehende Idee. Es ist in 14 Kapitel aufgebaut, die sich mit wesentlichen Lebensfragen befassen: Wie alt bin ich? Alle meine Wünsche. Was macht mich aus? Was kann ich für mich tun? Selbstliebe. Meine Gewohnheiten. Achtsamkeit. Mut. Loslassen. „Am Geburtstag kann man innehalten. Man kann sich zum Beispiel eine Auszeit nehmen, Seelenhygiene betreiben und sich einfach auf sich selbst und das nächste Lebensjahr einlassen.“

Stögmüller beschäftigt sich aber auch mit den Geburtagsmuffeln, also mit jenen, die den Geburtstag nicht feiern wollen. Das Buch bietet in jedem Kapitel auch Bilder, die man anmalen kann, und Raum für persönliche Notizen. Weiters erzählt sie jeweils ein Märchen.

Geschichtliches

Und der Leser erfährt viel über die Geschichte des Geburtstags, die eine relativ kurze ist. Denn früher wurde hauptsächlich der Namenstag gefeiert, wie das heute noch in den Klöstern der Fall ist. Viele Menschen kannten gar nicht ihren Tag der Geburt, erst im 15. Jahrhundert begannen die Adeligen ihn zu feiern. Auch die Protestanten setzten auf den Geburtstag, weil sie die katholischen Heiligen ablehnten.

Die Geburtstagstorte ist deshalb rund, weil ihre Wurzeln auf die griechische Mondgöttin Artemis zurückreichen. Zu ihren Ehren wurden zu Vollmond runde Kuchen gebacken, auf denen brennende Kerzen befestigt waren.