„Mr. Pink“ sponsert 2700 Sportler

Andreas Weißenbacher ist mit der BWT-Gruppe in über 100 Ländern unterwegs. Er ist auch Sponsor-Multi: 2.700 Sportler werden unterstützt – vom US-Ski-Team bis zur Formel 1. Von Karl Leitner.
BWT

„Pink ist wesentlich mehr als eine Farbe, es ist eine Einstellung“, sagt Andreas Weißenbacher, Chef der in 122 Ländern tätigen Wassertechnologie-Gruppe BWT mit Sitz in Mondsee. Er ist stets mit einem pinken Kleidungsstück anzutreffen – Baseballkappe, Schal oder beides.

Umsatz von 1,7 Mrd. €

Was Weißenbacher in 45 Arbeitsjahren auf die Beine gestellt hat, lässt nicht nur Brancheninsider staunen. Die Gruppe mit BWT (Best Water Technology) als Kernstück setzte 2025 mit 6.500 Mitarbeitern 1,7 Milliarden Euro um. Das BWT-Produktportfolio umfasst Trinkwasserreinigung, Kalkschutzanlagen, Enthärtungsanlagen bis hin zu höchstreinem WFI (Water für Injection) für die Pharmaindustrie.

Markt von sieben Mrd. Euro

BWT betreibt weltweit 13 Produktions- und 24 Assemblingwerke. Eines der jüngsten Produkte ist das Diamond Water, welches in Restaurants lokal aufbereitet wird und zur Vermeidung von Plastikflaschen beiträgt. Von diesen werden weltweit pro Minute 1,2 Millionen Stück hergestellt. „Es dürfte sich langsam bis in jedes Eck herumgesprochen haben, dass wir nur diesen einen Planeten haben“, sagt Weißenbacher im Gespräch mit dem KURIER. Mit dem Unternehmensmotto „For Your and Planet Blue“ bekenne sich BWT, „nachhaltig und verantwortungsvoll zu arbeiten“.

Weltweit ist der Water Bottled Markt (Plastik und Glasflaschen) rund 350 Milliarden Euro schwer. Die Recyclingquote bei Plastikflaschen liegt bei 15 Prozent. Weißenbacher: „Wenn es Technologien gibt, mit denen 80 bis 90 Prozent des CO2 eingespart werden können, dann sollten wir das auch tun.“ Der Weltmarkt für Wasseraufbereitung liegt bei rund sieben Milliarden Euro.

In diesem punktet Weißenbacher mit Innovationen, für die er viele Preise eingeheimst hat. Für 2026 kündigt er weitere Neuheiten an: So wird an einer Lösung für die Filtration von PFAS – ein Umweltgift, das in vielen Produkten enthalten ist – gearbeitet. Im Sanitärbereich werde ein Produkt gelauncht, das „eine Revolution“ darstellen soll – mehr verrät der BWT-Chef nicht.

Sponsoring

Großes Engagement zeigt er im Sportbereich. So unterstützt BWT 2.700 Sportler und Athleten – darunter die Fußballvereine LASK und Ried sowie das US Alpin-Ski-Team bei US-Rennen. Im Motorsport ist Weißenbacher von der Formel 4 bis zur Formel 1 durchgängig vertreten – in der Formel 1 sponsert er das französische Alpine-Team. „Das ganze Engagement im Motorsport und der Formel 1 ist eine Werbeaktion, die die Marke noch bekannter machen soll“, sagt der BWT-Chef. Es sei ein Rieseninvestment, aber „das beste Marketing, das wir je gemacht haben“. Er betreibe das, „damit man uns zuhört“.

Ziel ist Weltmarke

Ziel sei es, eine Weltmarke zu werden – wofür sich die Formel 1 als Werbeträger am besten eigne. Dass im Fußball der eine oder andere noch skeptisch sei, werde sich legen, „da arbeiten auch die Klub-Präsidenten daran“. Die BWT-Farbe Pink zu schützen sei nicht nötig, „denn schon jetzt denkt jeder, der sie sieht, an BWT“.

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