Loxone expandiert nach Dubai, Texas und Los Angeles
Der Loxone-Campus in Kollerschlag.
Die auf Haus- und Gebäudeautomatisierung spezialisierte Loxone Electronics mit Sitz in Kollerschlag (Bez. Rohrbach) ist auf Expansionskurs. 2026 werden gleich drei neue Niederlassungen (Dubai, Los Angeles, Austin/Texas) eröffnet, die das Wachstum des Mühlviertler Technologieunternehmens weiter vorantreiben sollen.
Dubai sei bereits gestartet und werde im Laufe des Jahres weiter aufgebaut, die offizielle Eröffnung der beiden anderen Niederlassungen erfolge ebenfalls noch heuer, so die Loxone-Chefs Martin Öller und Thomas Moser im Gespräch mit dem KURIER. In den USA und im arabischen Raum sehen die beiden große Wachstumschancen sowohl im Bereich Gebäude,- (Büro- und Firmengebäude) als auch in der Hausautomation (Privathäuser).
Miniserver
Loxone entwickelt sogenannte „Miniserver“, über die die gesamte Steuerung eines Gebäudes (Licht, Heizung, Beschattung, E-Auto-Laden) abgewickelt wird. Mit dem Start im Segment gewerbliche Gebäudeautomation 2018 hätten sich „weitere Wachstumsmöglichkeiten geöffnet“, die jetzt verstärkt genutzt werden, so Moser.
Die von den beiden 2009 gegründete Loxone Electronics (LE) zählt zu den am schnellst wachsenden Unternehmen der Branche. Im Vorjahr stieg der Umsatz um 25 Prozent auf knapp über 200 Millionen Euro. LE ist das Hauptunternehmen der Loxone-Gruppe mit 45 Unternehmen an 47 Standorten, darunter ist der Softwarespezialist für digitale Marktkommunikation E-Works. Auch eine 70-Prozent-Beteiligung an der Design-Schmiede Kiska in Salzburg gehört zur Gruppe. LE hat 22 Standorte in 13 Ländern. Der Gruppenumsatz wird nicht kommuniziert, dürfte aber mittlerweile bei deutlich über 300 Millionen Euro liegen. Wichtigster Markt von LE ist nach wie vor Deutschland, wo zwischen 20 und 30 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet werden.
Das im Campus inkludierte Seminarhotel
Von Deutschland holt sich Loxone auch viele seiner Mitarbeiter, die teils nur über die Grenze pendeln müssen. Einen Fachkräftemangel kennt man deshalb nicht, auch weil LE auf sein weltweites Niederlassung-Netzwerk zugreifen kann. Zudem sei „das Unternehmen als Arbeitgeber gesucht“, was sich in rund 2.000 Bewerbungen jährlich zeige, so Öller.
Der Campus ist gut in die Landscahft integriert.
Um neue Mitarbeiter in die „Loxone-Welt“ einzuführen, wurde 2023 in Kollerschlag um 70 Millionen Euro ein neuer Campus errichtet, in dem Verwaltung, Entwicklung, Logistik und ein Seminarhotel integriert sind. Der Campus mit 200 Mitarbeitern (davon 160 bei LE) ist das Headquarter des Unternehmens, dessen Produkte mittlerweile in über 100 Ländern vertrieben werden.
1.300 Mitarbeiter
Die Produktentwicklung erfolgt in Österreich auch in Alberndorf und in Wien. Die Produktion der „Miniserver“ – das Herzstück von Loxone – wird von externen Firmen durchgeführt. Die Exportquote liegt bei 80 Prozent. Wichtige Niederlassungen sind zudem in Deutschland und in Polen. Insgesamt beschäftigt die Loxone-Gruppe 1.300 Mitarbeiter.
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