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Chronik Oberösterreich
04/27/2021

Hypo mit geringerem Ergebnis, aber operativ erfolgreich

Zuwächse bei privaten Wohnbaufinanzierungen und im Wertpapiergeschäft.

Das Geschäft der Hypo Oberösterreich entwickelte sich 2020 dank starker Zuwächse bei den privaten Wohnbaufinanzierungen und einem guten Wertpapiergeschäft zwar positiv, der Jahresüberschuss vor Steuern sank aber auf 10,8 (2019: 14,0) Mio. Euro. Generaldirektor Klaus Kumpfmüller begründete das in der Bilanz-Pressekonferenz am Dienstag mit deutlich erhöhten Risikovorsorgen, die im Vorjahr 13,4 (2019: 8,4) Mio. Euro betrugen.

Bilanzsumme 7,77 Mrd. Euro

Die Bilanzsumme erhöhte sich 2020 auf 7,83 (2019: 7,77) Mrd. Euro. Neben der Marktführerschaft im Großwohnbau seien im frei finanzierten, privaten Wohnbau Ausleihungen mit einem Neuvolumen von fast 170 Mio. Euro dazugekommen. Damit habe sich das Neuvolumen in vier Jahren mehr als verdoppelt. Herausragend sei das geringe Kreditrisiko der Bank. Kumpfmüller strich die NLP-Quote von 0,41 Prozent hervor, der Durchschnitt liege bei 2 Prozent.

Plus bei Veranlagungen

Auch bei Veranlagungen gab es ein leichtes Plus. Die Hypo verwaltete 2020 Kundenvermögen von 3,21 (2019: 3,19) Mrd. Euro, 1,47 Mrd Euro in Depots, 1,74 Mrd. Euro an Giro- und Spareinlagen. Treiber war das Wertpapiergeschäft mit Käufen um 190 Mio. Euro, was einer Steigerung von 12 Prozent entspricht. Das Provisionsergebnis der Bank stieg auf 14,6 (2019: 13,6) Mio. Euro.

Kernkapitalquote von 14,8 %

Kumpfmüller betonte die gute Kapitalausstattung der Bank, deren Kernkapital sich 2020 auf 458,2 (2019: 445,0) Mio. Euro erhöhte. Die Kernkapitalquote stieg auf 14,8 (2019: 14,0) Prozent und habe sich in den vergangenen 10 Jahren mehr als verdoppelt. Die anrechenbaren Eigenmittel der Bank betrugen zum Jahresende 2020 515,4 Mio. Euro, die Gesamtkapitalquote liege damit bei 16,6 Prozent und es sei eine Überdeckung von 267 Mio. Euro gegeben. „Das ist eine ausgezeichnete Basis für unsere Wachstumsstrategie“, sagte Kumpfmüller.

Wohnbau, Ärzte, Freiberufler

Die Hypo will in Oberösterreich ein starkes KMU-Geschäft aufbauen, wobei Kumpfmüller von einem guten Wirtschaftswachstum in Oberösterreich ausgeht. Dazu will man in den Kerngeschäftsfeldern Wohnbau und Betreuung von Ärztinnen und Ärzten sowie Freiberuflerinnen und Freiberuflern die Marktführerschaft ausbauen, gab der Banker die Ziele vor. Nachdem im Vorjahr keine Dividende ausgeschüttet wurde, werden heuer rund 3 Mio. Euro an die Eigentümer gezahlt. Für das laufende Geschäftsjahr ist Kumpfmüller optimistisch, die Entwicklung im 1. Quartal bestätige den eingeschlagenen Wachstumskurs.

425 Mitarbeiter

2020 seien trotz Corona und Lockdowns gleich viele Kunden- und Beratungsgespräche geführt worden wie im Jahr davor, teilweise in den Filialen, aber auch am Telefon und online. Die Hypo OÖ beschäftigt 425 Menschen (356 Vollzeitäquivalente), was gegenüber 2019 unverändert sei. Man wolle als Beraterbank und mit Nachhaltigkeit punkten. Hier strebe man eine Vorreiterrolle im Bankenbereich an, es gehe darum, dass Geld verstärkt in nachhaltige Unternehmen und Initiativen fließe.

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