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Chronik Oberösterreich
12/05/2011

Grenzüberschreitender Protest gegen Temelin

Demonstration der AKW-Gegner aus Deutschland, Österreich und Tschechen in Südböhmen.

Gestern, Samstag, und heute, Sonntag, findet ein weiterer breitangelegter zweitägiger Protest gegen das tschechische Atomkraftwerk Temelin statt. Direkt vor Ort trafen einander auf Einladung der Deutschen Grünen/Bündnis 90 und der Grünen Budweis Vertreter von Greenpeace, Anti-Atom-Experten und Bürgerinitiativen aus Deutschland, Tschechien und Österreich. Die Grünen Oberösterreichs wurden von der stellvertretenden Klubobfrau Ulrike Schwarz angeführt.

"Es ist ein Protest gegen die fatalen Ausbaupläne", betonte Schwarz. Ein grenzüberschreitender Schulterschluss gegen den Atom-Wahn der tschechischen Regierung, die weiter alle Sicherheitsbedenken und auch Vereinbarungen vollkommen ignoriert."

Denn das Melker Abkommen sei nach wie vor nicht umgesetzt, es gebe schwere Sicherheitsdefizite bei Block 1 und 2. Trotzdem würden weiter völlig unbeeindruckt Block 3 und 4 geplant und die ungelöste Frage des gefährlichen Atommülls beiseite geschoben.

Der Protest gilt auch der grundsätzlichen Atompolitik Tschechiens. Schwarz: "Weitere Reaktorblöcke, sogar neue Standorte für Atomkraftwerke, forcierter Uran-Abbau. Die neuen Atomausbaupläne sind eine einzige Provokation." Während andere Länder nach Fukushima den Atomausstieg planten, fahre Tschechien genau den anderen, gefährlichen Kurs und sei damit als "energiepolitischer Geisterfahrer" unterwegs.

Schwarz fordert von der Bundesregierung in Wien Gegenmaßnahmen bis zur geplanten Beschlussfassung des fatalen Energiekonzepts bis Jahresende.

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