Google macht Bürgermeister Kolarik zum Glückspilz
Christian Kolarik vor der dm-Baustelle
Kronstorf ist ein beschaulicher Ort: Gemeindeamt, Kirche, Wirtshäuser, ein Veranstaltungssaal und ein paar Geschäfte. Künftig dürfte mehr los sein: Der US-Konzern Google will vor den Ortstoren ein riesiges Rechenzentrum bauen – das 13. in Europa.
Baustart könnte schon bald sein, denn derzeit wird der Bauplatz aufbereitet. Das Investitionsvolumen dürfte auf jeden Fall im dreistelligen Millionenbereich liegen.
Von Anfang an involviert in die Ansiedlung des zum US-Konzern Alphabet (331 Milliarden Euro Umsatz 2024) gehörenden Internet-Riesen war Christian Kolarik, Bürgermeister der 3.490-Seelen-Gemeinde. Der 53-Jährige war viele Jahre im Büro des früheren Landeshauptmanns Josef Pühringer tätig, bevor er 2009 Bürgermeister der Gemeinde wurde. Unterstützung gab es für den studierten Betriebswirt und verheirateten Vater zweier Kinder immer wieder von der Betriebsansiedelungsgesellschaft des Landes, die gleich für ein zweites Großprojekt in Kronstorf sorgte: Die deutsche Drogeriemarktkette DM baut derzeit um 230 Millionen Euro ein Zentrallager in der Gemeinde. Beide Investitionen bringen Hunderte Jobs und hohe Kommunalsteuereinnahmen auch für das benachbarte Hargelsberg, mit dem sich Kronstorf das Inkoba-Betriebsbaugebiet im Verhältnis 70:30 teilt. Und weil aller guten Dinge drei sind, investiert Austrian Power Grid allein in Kronstorf 210 Mio. Euro in die Aufrüstung der Strominfrastruktur. Ein Glücksfall für den Ort und seinen Chef, der vom einst jüngsten zum nunmehr dienstältesten Bürgermeister im Bezirk Linz-Land mutierte.
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