Die Familie Benischek aus St. Florian gewann den Gartenpreis in der Kategorie Bauernhaus

© Land OÖ

Chronik Oberösterreich
06/29/2021

Gartenglück zurück zur Natur

Die „Garten-Trophy“ für die schönsten Gärten wurde in vier Kategorien vergeben. Von Gerhard Marschall.

Lust auf Gartenarbeit will das Land Oberösterreich auf mehrfache Weise machen. „Garteln macht doppelt glücklich“, ist Landesrat Max Hiegelsberger überzeugt. „Bei der Arbeit selbst und erst recht, wenn man das eigene Gemüse und die Freizeit im Garten genießen kann.“ Besonderes Geschick zeichnet die „Garten-Trophy“ aus, zahlreiche Einsendungen stellten die Jury vor eine Herausforderung. Im Rahmen der Gartenlandtour über fünf Stationen auf Wochenmärkten wurden die Gewinner ausgezeichnet.

Gartentrends 2021

1. Alles, was essbar ist.

Ob das auch mit der Corona-Pandemie und der zeitweisen Sorge um die Versorgung mit Lebensmitteln zu tun hat, sei dahingestellt. Tatsache ist jedoch, dass der Anbau von allerlei Essbarem im eigenen Garten boomt. Oberösterreichs Gärtner berichten von einer sehr starken Nachfrage nach jungen Gemüsepflanzen, aber auch nach Beerensträuchern und Obstbäumen. Von Selbstversorgung könne klarerweise zumeist nicht die Rede sein, sagt Landesgärtnermeister Hannes Hofmüller. „Aber bereits die erste Paradeiserpflanze macht große Freude.“ Auffallend ist, dass immer öfter nach neuen, raren Sorten beliebter Gemüsearten gefragt wird. Vielfalt wird wieder mehr geschätzt.

2. Wer gartelt, beschöftigt sich mit der Natur

2. Wer gartelt, beschäftigt sich – wenig überraschend – mit der Natur. Das beschränkt sich nicht nur auf den Gemüseanbau, äußert sich auch in einem zunehmenden Bewusstsein für die Tierwelt. So stellen die Gärtner eine vermehrte Nachfrage nach Pflanzen fest, die Bienen und wilden Bestäubern zugutekommen. Immer öfter werde die gesamte Gartengestaltung nach diesem Aspekt ausgerichtet, sagt Gärtnermeister Hofmüller: „Die Gärten werden wieder etwas milder und naturnäher, ein perfekter Rasen muss nicht immer das höchste Ziel sein.“

3. Garteln ohne Garten. Garteln ist längst nicht mehr Minderheitenprogramm, es wird auch bei Jüngeren immer beliebter. Zum Gartenglück braucht es auch nicht unbedingt einen eigenen Garten, immer mehr Balkone und Fensterbänke werden liebevoll bepflanzt. Biogärtner Karl Ploberger hält es für eine sehr positive Entwicklung, „dass immer mehr Menschen ihren grünen Daumen entdecken und sich in weiterer Folge auch mit Fragen der Lebensmittelproduktion beschäftigen“.

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