Chronik | Oberösterreich
29.04.2018

Fixzinskredite sind gefragt

Wohnbaufinanzierungen. Fixzinsenanteil stieg auf über 50 Prozent

Das Darlehens- und Kreditvolumen der Hypo Oberösterreich stieg im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent auf 5,67 Milliarden Euro. Das betonte Generaldirektor Andreas Mitterlehner bei der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch. Eine ihrer Stärken ist der Wohnbau. Hier stellt sie rund vier Miiliarden Euro Gemeinnützigen Bauträgern für geförderte Darlehen des Landes und für freifinanzierte Projekte zur Verfügung.

Zuletzt wuchs im privaten Wohnbau die Nachfrage nach Finanzierungen mit Fixzins. 2017 lag ihr Anteil erstmals bei mehr als 50 Prozent, in der Vergangenheit waren sie fast ausschließlich variabel verzinst. Auch in der Wohnbauförderung des Landes wurde erstmals eine Fixzinsvariante angeboten, die sehr gut angenommen wurde. Zur Absicherung des hohen Zinsänderungsrisikos für die Bank sagte Mitterlehner: „Da ist Professionalität gefragt.“ Die Hypo mache das mit Swaps, außerdem komme ihr zugute, dass sie langfristig refinanziert sei.

Die Spar- und Giroeinlagen wuchsen 2017 um 2,6 Prozent auf 1, 74 Milliarden Euro. Das verwaltete Kundenvolumen erhöhte sich um sieben Prozent auf 1,38 Milliarden Euro. Der traditionelle Wertpapierklassiker der Bank, die Wohnbauanleihen, erfreut sich weiter großer Beliebtheit. Ein Volumen von 66 Millionen Euro konnte platziert werden. Die Hypo rangiert damit im österreichweiten Bankenvergleich an der zweiten Position.

Mitterlehner bezeichnete 2017 als „operativ sehr gutes Geschäftsjahr“. Der Jahresüberschuss vor Steuern lag bei 12,1 Millionen Euro. Das bedeutet gegenüber 2016 einen Enbruch, denn es gab damals Einmaleffekte. 28 Millionen Euro Rückstellungen für die Heta-Vorsorge ( Hypo Alpe Adria) konnten 2016 aufgelöst werden. Ausserdem gab es Belastungen durch Aufwendungen für Negativzeninsen.