KURIER-Redakteurin Claudia Stelzel-Pröll arbeitet schon seit Wochen von zuhause aus

© Michael Stelzel

Chronik Oberösterreich
04/05/2020

Finale Diagnose: Covid-19 positiv

Selbsterfahrung: Vom Stigma der Infektion, Essen vor der Tür und einem milden Krankheitsverlauf.

von Claudia Stelzel-Pröll

Zuerst kamen das Fieber und der Schüttelfrost, dann stellten sich Halsweh und Husten ein. Am Tag zwei der Symptome wählte ich 1450, wartete eine Minute lang, bis eine freundliche Dame meine Daten aufnahm und mich für den Test vormerkte.

Zu diesem Zeitpunkt war mir das alles total peinlich. Meine Gedanken: Es werde doch wohl nicht ICH die erste positiv getestete Corona-Patientin weit und breit sein? Dieses Stigma und die blöden Sprüche dazu wollte ich mir gerne ersparen.

Corona-Drive-In

Nach drei Tagen ging es mir gesundheitlich wieder gut, nur Geschmacks- und Geruchssinn hatten sich verabschiedet. Vier Tage nach dem Anruf bei 1450 wurde ich zum „Corona-Drive-In“ beordert: Vor einer Garage der Straßenmeisterei Ansfelden standen die Autos in sechs Reihen Schlange, jeweils einer durfte einfahren. Ein von oben bis unten eingepacktes Marsmännchen, vermutlich eine Ärztin, nahm einen unspektakulären Rachenabstrich, dann ging es wieder ab nach Hause. 24 Stunden später der Anruf: „Sie sind Covid-19 positiv.“ 15 Minuten danach schaltete sich die Bezirkshauptmannschaft mit allerhand Bescheiden und Anweisungen ein. Alles freundlich, professionell und sachlich.

Zwei Wochen Quarantäne

Zwei Wochen Quarantäne gilt es nun also für meine vier Familienmitglieder und mich einzuhalten. Wenn Sie diese Zeilen lesen, ist die erste Woche schon so gut wie geschafft. Und eigentlich ist auch nichts anders als in den beiden Wochen davor, nur dass uns jetzt von freundlichen Menschen Essen vor die Tür gestellt wird, weil wir Haus und Garten nicht verlassen dürfen.

Richtig gut ist, dass ich in den 48 Stunden vor meinen ersten Symptomen niemanden getroffen habe (außer eben meine Familienmitglieder) und somit auch niemanden außerhalb meines Haushaltes anstecken konnte. Der Verlauf der Erkrankung selbst war für mich als Frau mit intaktem Immunsystem und ohne Vorerkrankungen glücklicherweise mild.

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