Feuerwerk und Hochspannung

Bei der gestrigen Klangwolke erlebte Linz das bislang größte Feuerwerk. Auch das Tesla Orchestra sorgt für viel Licht.

4000 Feuerwerkskörper aus 45 Abschusspositionen erleuchteten gestern, Samstag, bei der Visualisierten Klangwolke im Donaupark den Linzer Nachthimmel. Damit war die Veranstaltung das größte Pyrotechnik-Spektakel, das es jemals in Linz gegeben hat. Erzählt wurde mit Einsatz des Feuerwerks "2011 - Feuerwelt" eine Science-Fiction-Geschichte, in der eine intelligente außerirdische Intelligenz die Menschheit beschützt.

Seit Mittwochabend sorgt das Tesla Orchestra beinahe täglich für Hochspannung beim Ars Electronica Center in der nächtlichen Landeshauptstadt. Die Truppe aus Cleveland, USA, macht elektronische Musik in Reinform, nämlich mit Blitzen, die aus riesigen, neonfarbenen Tesla-Spulen schießen. Dabei erzeugen sie knarzige Melodien wie von Synthesizern. Ein mit weißer Maske und Schutzanzug bekleideter Zeremonienmeister zieht die gleißenden Lichter mit Stange, Ringen und Händen an. Zur Eröffnung trifft Richard Strauss auf Techno, wenn die ersten Takte von "Also sprach Zarathustra" über das bestens besuchte Maindeck schallen.
Das Orchester besteht hauptsächlich aus Technikstudenten der Case Westen Reserve Universität in Cleveland. Der Gründer, Ian Charnas, er ist der Mann mit der weißen Maske, hält dort Kurse ab. "Ich bin der Dümmste in der Gruppe, deshalb wurde ich in den Anzug gesteckt", scherzt der 30-Jährige. Er zeigt sich von Ars Electronica begeistert. "Das ist das am besten organisierte Festival, bei dem wir gespielt haben", sagt der Chef der Truppe. Heute, Sonntag, um 20.30 Uhr und morgen, Montag, um 21.30 Uhr wird das Tesla Orchestra ihr Können bei freiem Eintritt erneut zum Besten geben.
Am Freitagabend wurden im Brucknerhaus die Prix Ars Electronica vergeben. In der Kategorie "u19 Create Your World" ging die Goldene Nika an die HBLA für künstlerische Gestaltung Linz, die gemeinsam mit der HTL Leonding das Projekt "Weltherberge Schulhaus" realisiert hat. Ein Hotelzimmers ist dabei mit Lautsprechern und Sensoren ausgestattet, womit die Benutzer kommunizieren können.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011