Silke Kranz ist Sport- und Ernährungsmedizinerin in Bad Zell

© Pia Paulinec

Chronik Oberösterreich
04/28/2019

Essgewohnheiten rechtzeitig anpassen

Ernährung: Nicht zu Weihnachten und Ostern wird man dick, sondern an den Tagen dawischen

Wie geht es Ihnen in der Zeit nach einigen Schlemmertagen? Bei mir verhält es sich folgendermaßen: Ich habe es wirklich genossen, mich von meiner Familie verwöhnen zu lassen. Ebenso sehr habe ich es genossen, mich mit meinen Lieben an einen Tisch zu setzen, der sich vor Köstlichkeiten beinahe bog und das, wo ich seit der letzten Mahlzeit noch keinen Hunger verspürte.

Mehr Aufwand

Zusätzlich habe ich - Gottseidank - mein Osternest gefunden, welches wie immer herrlich gefüllt war. Bei all der Freude verfluchte ich mich selbst in dem Moment, in dem ich zu ersten Mal wieder in meine Arbeitskleidung schlüpfte. Vor einigen Jahren hat es noch gereicht, zwei Mal das Abendessen ausfallen zu lassen, bis wieder alles gepasst hat – heutzutage bedeutet das deutlich mehr Aufwand.

Entlastungstage

‚Ich habe mir selbst also anstatt zwei Mal Dinner Cancelling zwei Entlastungstage verordnet, in denen ich mich nur flüssig ernährt habe. Siehe da, ich habe es zum Einen überlebt und zum Anderen bin ich wieder auf Schiene. Mir geht es nämlich wie vielen anderen auch: Ich könnte es mir relativ rasch angewöhnen, meinen Speiseplan hauptsächlich auf Kohlehydraten aufzubauen und zwischendurch auch noch Süßigkeiten zu naschen. Nun betreibe ich viel Sport, aber mit zwei Brotmahlzeiten täglich und einer dritten aus Nudeln oder anderen Kohlehydraten und dem einen oder anderen Häppchen Kuchen oder Schokolade geht es sich auch bei mir nicht mehr aus. Deshalb habe ich mit meinen Entlastungstagen meine „Sinne geschärft“ und erfreue mich auch wieder an Gemüse und magerem Eiweiß. Denn darum geht es eigentlich.

Vier Mahlzeiten täglich

Kennen Sie den Spruch: „Man wird nicht zu Weihnachen und Ostern dick, sondern an den Tagen dazwischen“? Nicht die Feiertage, sondern der bleibende Feiertagsmodus stellt den Feind Nummer Eins unserer Waage dar. Wenn Sie sich selbst in meinen Worten wiedererkennen, aber nicht wissen, wie Sie Ihre Essensgewohnheiten möglichst einfach anpassen können: Beschränken Sie sich auf vier Mahlzeiten täglich, das beinhaltet auch kalorienhaltige Getränke.

Jede dieser Mahlzeiten sollte eine Portion mageres Eiweiß in der Größe Ihrer Handfläche enthalten, zwei Handflächen voll Gemüse und einen Daumengröße voll Fett. Je nach Ihrer körperlichen Aktivität und der Passform Ihrer Kleidung können Sie dann natürlich auch wieder Beilagen wie Brot oder Kartoffeln hinzufügen. Jetzt, wo der Sommer naht, macht es auch durchaus Sinn, dieses Konzept für bevorstehende Grillfeste im Hinterkopf zu behalten.

Silke Kranz

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