Chronik | Oberösterreich
08.07.2018

Erbschleicherei will gelernt sein

Theaterspectacel Wilhering. Am Dienstag beginnt der Theater-Reigen in der ehemaligen Scheune des Stiftes

„Erben sind dumm und listig zugleich. Wenn’s ums Geld geht, werden selbst Esel klug.“ Am Dienstag, 10. Juli um 20 Uhr machen „Signore Volpone und seine Erbschleicher“ den Anfang beim diesjährigen „Theaterspectacel Wilhering“.

Günter Rainer spielt in der Komödie den stinkreichen Junggesellen Signore Volpone, der einen Palazzo in Venedig bewohnt. Wem soll er nach seinem Tod sein Geld vererben? Er lässt die Nachricht verbreiten, er läge im Sterben. Als tatsächlich vier Leute Opfer ihrer Gier werden, dreht Volpone den Spieß um und plündert sie aus. Mit Hilfe seines Dieners Mosca (gespielt von Regisseur Joachim Rathke) treibt er sein böses Spiel und genießt, wie sich sein Anwalt, ein Geschäftspartner, ein Banker und eine Edelprostituierte um sein Erbe raufen. Doch was als Spaß begann, läuft rasch aus dem Ruder. Rathke lässt Venedig das Wasser bis zu den Dächern stehen. Die Stadt versinkt und verrottet. Das steht für eine untergehende Gesellschaft, in der alle nach den Prinzipien des Eigennutzes funktionieren.

Bis September stehen in Wilhering noch die Tragikomödie „ Indien“ vom Kabarettduo Hader und Dorfer auf dem Spielplan, sowie „Die Familie und die Mädchen“, ein Konzert mit Monika Ballwein und „Fürchten wir das Beste!“. www.theaterspectaceltickets.at