Chronik | Oberösterreich
06.05.2018

„Ende von STS hat mich getroffen“

Gert Steinbäcker. Der Musiker verlängert seine Tournee und tritt am Samstag im Linzer Brucknerhaus auf

„Unser Programm kommt gut an und es ist wirklich toll, auch heuer in Österreich und Deutschland auf Tour zu gehen.“ Am Samstag, den 12. Mai gastiert Gert Steinbäcker (65), bekannt geworden als erstes „S“ der Austropop-Gruppe STS, im großen Saal des Linzer Brucknerhaus. Beginn ist um 20 Uhr. Mit im Gepäck hat der 65-Jährige neben den Titeln des aktuellen Albums „Jo Eh“ seine bekanntesten Songs aus den letzten 40 Jahren, darunter natürlich auch STS-Klassiker wie „Großvater“. Bereits im vergangenen Jahr ist Steinbäcker damit im Linzer Posthof aufgetreten.

„Ich bin richtig froh, dass alles so gut funktioniert hat und ich erwarte mir auch, dass die Show in größeren Sälen gut ankommt.“ Für den kommenden Auftritt in Linz hat der Sänger das Programm etwas verändert. „Selbst wenn jemand schon im vorigen Jahr ein Konzert von mir besucht hat, wird er nicht dasselbe noch einmal erleben wie 2017.“

Die heurige Tournee umfasst rund 25 Konzerte. Im vergangen Jahr präsentierte der Grazer mit seinem ehemaligen STS-Bandkollegen Schiffkowitz einen Überraschungsgast. „Ich werde Schiffkowitz fragen, ob er wieder mitkommt. Wenn er nicht mehr will, präsentiere ich eben jemand anderen.“ Steinbäcker vertraut auch in diesem Jahr auf seine hochkarätige Band. Mit dabei ist unter anderem die Tiroler Hackbrett-Spezialistin, Pianistin und Sängerin Maria Mahr. Als Gitarrist konnte eine weitere Austropop-Legende gewonnen werden, Ulli Bär.

Album „Jo Eh“

Das Album „Jo Eh“ beinhaltet unter anderem „STS“-Klassiker im neuen Sound. Zum Beispiel „Irgendwann bleib i daun durt“. Die Omonoia Brass Band aus Korfu, wo Gert Steinbäcker ein Haus besitzt, hat es eingespielt. Insgesamt hat die Blaskapelle drei Titel von Gerd Steinbäcker im Programm. „Gemeinsam mit den verschiedensten Sängern wird in Griechenland versucht, dem Medium Blasmusik einen neuen Schwung zu geben.“

„Jo Eh“ ist auch ein Album, bei dem sich Steinbäcker den Traum erfüllt hat, die Klassiker „Großvater“ und „Mach die Aug'n zu“ in einer symphonischen Version aufzunehmen. Das aktuelle Album sollte das letzte des Liedermachers sein. Die positiven Kritiken und die Begeisterung der Fans haben Steinbäckers Perspektiven nun aber verändert. Die Veröffentlichung neuer Songs scheint nicht mehr völlig ausgeschlossen. „Ich habe immer in Stufen gedacht. Jetzt möchte ich die Konzerte spielen. Im nächsten Jahr denke ich dann darüber nach, ob meine Karriere als Liedermacher weitergeht.“

Gesundheit

Rund eine Woche nach dem Konzert wird Steinbäcker dann im Bayerischen Fernsehen zu Gast sein. Am Montag, den 21.05.2018 ab 17.45 Uhr gewährt er Moderator Werner Schmidbauer in der Sendung „Gipfeltreffen“ Einblicke in sein Leben. Noch ein Gustostückerl bereitet Steinbäcker für seine Fans vor, denn eine DVD-Produktion zur Tournee 2018 ist in Planung. Neue Lieder oder eine Tournee mit STS wird es nicht mehr geben. Lediglich einzelne Auftritte seien möglich. Als Begründung nennt Steinbäcker gesundheitliche Probleme seines Kollegen Timischl. STS sei ein großes Unternehmen geworden und wenn man auf die 70 zugeht und gesundheitlich nicht mehr topfit ist, wäre eine Tour zu beschwerlich. „Das Ende meiner Stammband hat mich hart getroffen.“