Bei einem Schusswechsel mit der Polizei in Altmünster kam es zu einem Toten.

© APA/MATTHIAS LAUBER

Chronik Oberösterreich
06/14/2020

Ein Toter bei Schusswechsel in Altmünster

Nach derzeitigem Ermittlungsstand eröffnete der Mann das Feuer auf einen Polizeiwagen.

von Petra Stacher

Bei einem Schusswechsel mit der Polizei in Altmünster (Bezirk Gmunden) ist in der Nacht auf Sonntag eine Person getötet worden.

Laut zuständiger Staatsanwaltschaft Wels, handle es sich dabei um einen 50-jährigen Mann aus Altmünster, welcher laut derzeitigem Ermittlungsstand Samstagabend gegenüber seiner Frau, seinem Nachbarn und auch einem Priester angegeben haben soll, sich das Leben nehmen zu wollen.

Der Mann fuhr daraufhin mit zwei Faustfeuerwaffen - die er legal besaß - von daheim weg, weshalb kurz danach gegen 21.45 Uhr bei der Polizei ein Notruf einging und diese die Suche nach dem Mann startete. Der Österreicher konnte schnell geortet werden. Anhalteversuche dürften laut Staatsanwaltschaft jedoch gescheitert sein.

Mann eröffnete Feuer

Schließlich sei der Pkw des Mannes durch mehrere Schüsse in die Reifen gegen 23.40 Uh zum Stillstand gekommen. Der Mann sei laut jetzigem Stand der Ermittlungen daraufhin aus dem Auto herausgesprungen und habe aus unmittelbarer Nähe das Feuer auf den Polizeibus - mit zwei Insassen - eröffnet.

Ein Polizist erwiderte schließlich das Feuer und traf den Mann tödlich. Er verstarb noch am Einsatzort. Die Fahrerin des Polizeibus wurde laut Staatsanwaltschaft Wels unbestimmten Grades am Handgelenk verletzt. Der Polizeibus weise drei Einschusslöcher in der Windschutzscheibe auf.

Auch dürfte eine zweite Polizeistreife vor Ort gewesen sein, die den Schusswechsel mitansah. Laut Staatsanwaltschaft Wels stünden die Ermittlungen über den Vorfall jedoch erst am Anfang, auch eine Obduktion über die genaue Todesursache des Mannes wurde in Auftrag gegeben. Zudem wurde ein Ballistiker - Experte für Schusswaffen - eingeschaltet, um den Einsatz zu rekonstruieren.

Die Polizei durfte laut eigenen Angaben zu dem Zwischenfall nichts sagen.

Die weiteren Ermittlungen führt laut Staatsanwaltschaft nun das LKA Niederösterreich. Bei Schusswaffengebrauch werden diese immer von einer Behörde aus einem anderen Bundesland geführt.

Wer Suizid-Gedanken hat, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits das Sprechen über die Gedanken dabei, sie zumindest vorübergehend auszuräumen. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist, kann sich an die Telefonseelsorge wenden: Sie bietet schnelle erste Hilfe an und vermittelt Ärzte, Beratungsstellen oder Kliniken. Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person von Depressionen betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefon-Seelsorge in Österreich kostenlos unter der Rufnummer 142.

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