Bürgermeister Franz Kieslinger (2.v.re.) überreicht Manfred Zauner (Mi.) den Ehrenring der Gemeinde Wallern

© Gemeinde Wallern

Chronik Oberösterreich
02/15/2021

„Ein Mann mit Handschlagqualität“

Weil Manfred Zauner die Aufgabe des Stadionneubaus auf der Gugl ernst nahm, wurde von LASK-Präsident Gruber hinausgeworfen. Von Gerhard Marschall.

Manfred Zauner (62) ist erstens ein erfolgreicher Unternehmer. Er ist 95-Prozent-Eigentümer der Zaunergroup mit Sitz in Wallern (Bez. Grieskirchen). Zur Holding gehört eine Reihe von Betrieben in Industrieanlagenbau und Projektmanagement mit rund 1.000 Mitarbeitern. Dazu kommt das Hotel Wallern Garni.

Präsident des SV Wallern

Zweitens ist Zauner Präsident und Hauptsponsor des SV Wallern. Er sei fast bei allen Heimspielen da und spiele bei den Senioren, erzählt Obmann Gerhard Weinberger: „Er mischt sich nicht viel ein, hat volles Vertrauen in die Vereinsführung.“ Das sei wesentlich für das gute Vereinsklima und für den Erfolg. Wallern mischt in Oberösterreichs höchster Liga oben mit.

Von Gruber hinausgeworfen

Drittens war Zauner bis vor Kurzem Vizepräsident des LASK, er wurde nun abgesetzt. Er war auch Geschäftsführer der Gesellschaft zur Abwicklung des Stadionneubaus auf der Gugl. Die Kombination aus unternehmerischem Background und Fußballleidenschaft hatte ihn dazu prädestiniert. Die von Zauner intern geäußerte Kritik an der Entwicklung des Prestigeprojekts wurde öffentlich. Die Gesamtkosten würden sich mittlerweile auf 117 Mio. € belaufen, doppelt so viel wie offiziell behauptet. Tatsächlich sollte das Stadion mit allerlei Extras aufgepeppt werden. Zauner stellt die Frage, ob der Fußball in den Hintergrund rücke. Präsident Siegmund Gruber weist alles zurück, wirft Zauner im Gegenzug „Fehlleistungen“ und „bewusste Falschbehauptungen“ vor.

In Wallern hochangesehen

Daheim in Wallern ist der verwitwete Vater dreier Kinder hoch angesehen. Als „erfolgreicher Unternehmer und absolut angenehmer Partner für die Gemeinde“ wird Zauner von Bürgermeister Franz Kieslinger beschrieben. Er engagiere sich im örtlichen Leben, habe für alle Anliegen Verständnis, werde wegen seiner sozialen Einstellung auch als Chef geschätzt. Dem SV Wallern wird Zauner erhalten bleiben. Obmann Weinberger bringt seine Meinung auf den Punkt: „Ein ruhiger, ausgeglichener Mann mit Handschlagqualität.“

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