Chronik | Oberösterreich
16.09.2018

„Dummheit ist eine natürliche Begabung“

Gegen Dummheit kämpfen selbst Götter vergebens“, sagte Friedrich Schiller.

„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber beim Universum bin ich mir immer noch nicht ganz sicher“, meinte der geniale Physiker Albert Einstein. „Gegen Dummheit kämpfen selbst Götter vergebens“, sagte Friedrich Schiller. Ein japanisches Sprichwort warnt: „Wer auf einen Dummen hört, dem geht die Sonne unter.“ Demnach dürften viele Leute eine permanente Sonnenfinsternis haben.

Es gibt zwei Dinge, die ein Mensch nicht muss. Man muss den anderen nicht ernst nehmen und man muss sich nicht mit ihm unterhalten. „Egal wie tief man die Messlatte für den menschlichen Verstand ansetzt, jeden Tag kommt jemand und marschiert aufrecht drunter durch“, sagt ein unbekanntes Sprichwort. „Auch die Bretter, die man vor dem Kopf hat, können die Welt bedeuten“, sagte der Kabarettist und Schauspieler Werner Finck. Nicht jeder, der ein Brett vor dem Kopf hat, ist vernagelt. „Dummheit ist auch eine natürliche Begabung“, meinte Wilhelm Busch. Napoleon Bonaparte sagte, in der Politik sei Dummheit kein Handicap. Dem kann ich sehr gut folgen.

Für mich ist auch überschätzte Fähigkeit Dummheit. Denn die Leute glauben wirklich, dass sie etwas können, zu dem sie nie und nimmer imstande sind. Schon die Lateiner wussten: „Numerus stultorum est infinitus“, „die Anzahl der Dummen ist unbegrenzt“.

Carlo M. Cipolla war ein italienischer Wirtschaftswissenschaftler und Schriftsteller. In seinem Buch „Allegro ma non troppo“ („Lustig, aber nicht zu viel“) hat er „die Prinzipien der menschlichen Dummheit“ zusammengefasst. Seine Conclusio: Die Dummheit richtet mehr Schaden an als Verbrechen. Denn gegen Verbrecher kann man sich schützen, aber der Dumme handelt vollkommen irrational und unvorhersehbar, und gegen das Unvorhersehbare gibt es keinen Schutz.

„Der Himalaja ist ein Spaziergang gegen das Weltgebirge der Dummheit“ (Unbekannt). „Dummheit ist das populärste Hohlmaß der Welt“ (Peter Horton, Buchautor). Meine persönliche Interpretation: „Manche können niemals Kopfweh bekommen, denn, wo nichts drinnen ist, kann nichts wehtun.“

Alois Zangerle ist Unternehmensberater und akademischer Exportkaufmann. www.alois-zangerle.at, office@alois-zangerle.at