Claudia Stelzel-Pröll

© Kurier / Jeff Mangione

Glosse
12/08/2019

Dinge, die das Leben nur voller machen

Die Geschäfte und das Internet sind voll schöner Sachen. Die wenigsten davon sind tatsächlich lebensnotwendig.

von Claudia Stelzel-Pröll

Das Jahr ist bald vorüber und somit mein Selbstversuch, nur das einzukaufen, was ich tatsächlich zum Leben brauche. Die Entscheidung zu diesem Null-Konsum-Jahr habe ich 2018 getroffen, als ich erstmals bewusst wahrgenommen habe, wie viel Zeug ich besitze, das ich selten bis nie benutze und das mein Leben nicht reicher, sondern nur voller macht. Ich gestehe, beizeiten war es schwierig, weil das Internet, die Geschäfte voll von schönen Dingen sind. Zwei Mal bin ich schwach geworden, ein Mal auf dem Flohmarkt und ein zweites Mal in Tel Aviv, weil ich mir von Reisen gerne eine Erinnerung mitnehme. Ich habe mich danach jedes Mal über mich selbst geärgert.

Alte Muster aufbrechen

Aber sonst war es befreiend. Ein Kleiderkasten wird nicht innerhalb eines Jahres leer, im Gegenteil, ich habe uralte Sachen ans Licht befördert. Ich habe Komplimente bekommen für einen elf Jahre alten Rock. Sich zu überlegen, was man wirklich im Alltag braucht, ist so sinnvoll. Auch um alte Muster aufzubrechen: Schnell den virtuellen Warenkorb vollräumen, wenn der Tag anstrengend war? Sich für einen Erfolg mit dem neuesten Smartphone belohnen? Ist nicht gesund, befriedigt nur kurz, kostet zu viel. Zur Info: 2020 mach’ ich einfach weiter wie 2019. Hat sich bewährt.

claudia.proell@kurier.at

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