© NPK/Fuxjäger

Chronik Oberösterreich
08/16/2019

Der Methusalem unter den Rotbuchen Europas ist 546 Jahre

Im Nationalpark Kalkalpen wurde die älteste Rotbuche Kontinentaleuropas entdeckt.

von Claudia Stelzel-Pröll

Die ersten Jahresringe lassen sich auf 1474 zurückdatieren. Dieser Baum hat im halben Jahrtausend seines Bestehens schon Einiges gesehen. Im Rahmen einer Forschungsarbeit im Nationalpark Kalkalpen wurde die 546 Jahre alte Rotbuche nun entdeckt. Dabei handelt es sich um keinen Urwaldriesen: 73 Zentimeter Durchmesser auf Brusthöhe, eine Höhe von unter 20 Metern und eine abgerissene Krone verweisen auf einen jahrhundertelangen Kampf gegen klimatische Extreme und Konkurrenz mit benachbarten Bäumen.

In bester Gesundheit

„Mehr als 100 Jahre ist der Baum dahingekümmert, das sieht man an den dünnen Jahresringen, dann ist er erst in die Wachstumsphase gekommen“, erklärt Franz Sieghartsleitner vom Nationalpark oö. Kalkalpen. Die Rotbuche erfreue sich bester Gesundheit und werde weiter beobachtet. Dabei hat sie noch ältere Gesellschaft: Im Nationalpark stehen auch knapp 1000 Jahre alte Eiben.