Chronik | Oberösterreich
06.05.2018

Blumen sind Geste der Liebe

Muttertag. Mit Blumen schenkt man Botschaften mit. Zu wissen, welche Blumen oder Farben der oder die Beschenkte mag, kann bei der Auswahl helfen.

„Es ist gut zu wissen, welche Botschaft man mit Blumen mitschenkt, um Fettnäpfchen zu vermeiden“, meint Sabine Bauchinger, Meisterfloristin aus Linz. Die Auswahl ist trotz saisonaler und regionaler Unterschiede groß. Welche Blumen schenkt man am besten zu welchem Anlass und wonach wählt man sie aus?

„Wenn sichtbar wird, dass sich der Schenkende etwas überlegt hat, kann das jemanden zu Tränen rühren“, sagt Sonja Haider aus Enns. Sie ist Landesinnungsmeisterin der Gärtner und Floristen in Oberösterreich. Laut Bauchinger ist es am einfachsten, an den Beschenkten zu denken. „So trifft man den Geschmack am besten.“

Beschenkte im Fokus

Für Haider ist die persönliche Geschichte ausschlaggebend. „In jeder Beziehung gibt es eine Geschichte hinter der Geschichte.“ Oft ergebe sich daraus, welche die Lieblingsblume von jemandem ist. Die Geschichte sei oft auch mit Farben verknüpft. Wenn zum Beispiel jemand nur weiß im Garten hat, oder wenn jemand nur Kleidung in bestimmten Farben trägt, könne das ein guter Hinweis sein. „Das muss der Florist im Gespräch mit dem Schenkenden herausfinden.“

An bestimmte Anlässe geht man heute laut Haider offener heran. Geschenksträuße zum Muttertag, zum Geburtstag oder Blumen für ein Begräbnis richten sich meist nach dem Beschenkten oder dem Verstorbenen. Er soll im Mittelpunkt stehen. Es gebe aber nach wie vor ein paar richtungsweisende Tendenzen. „Zum Muttertag liegen heuer Rosa-Lila-Töne mit benachbarten Farben wie Orange im Trend.“ Dazu könne man einen kleinen Komplementärkontrast setzen. Bauchinger meint, Saisonblumen wie Maiglöckchen, Vergissmeinnicht oder Pfingstrosen und generell Sommerblumen wie Margeriten würden gut passen. Auch Rosen seien zum Muttertag gern gesehen, oder Hortensien.

Sollen es Blumen zum Geburtstag sein, darf es laut Haider ein gemischter Strauß sein. „Einer mit vielen Blumen voller Leben macht einfach Freude.“ Die Meisterfloristin gibt jedoch den Tipp, auch hier aufmerksam zu sein für die Lieblingsfarben der Beschenkten.

Bauchinger meint, zu einer Beerdigung seien weiße Lilien beliebt, zum Nachwerfen ins Grab auch weiße Rosen. „Die Nichtfarbe weiß steht symbolisch für die Unschuld, im christlichen Sinn für die Jungfräulichkeit und Reinheit Marias.“ Rote Rosen seien meist den nächsten Angehörigen und dem Lebenspartner vorbehalten.

Die Preise für einzelne Schnittblumen liegen bei einem Euro bis 2,50 Euro. Ein Strauß kostet derzeit bis zu 40 Euro.