Chronik | Oberösterreich
02.12.2018

Auch das „Steyrer Kripperl“ wird zum UNESCO Kulturerbe

Das „Steyrer Kripperl“ wird UNESCO Kulturerbe. Erste Ausstellungen mit Weihnachtskrippen sind geöffnet.

Das Krippenbau-Kunsthandwerk gilt als erhaltenswert. MeisterInnen geben ihr Wissen in Krippenbauschulen weiter. Mitte Dezember wird das „Steyrer Kripperl“ zum immateriellen UNESCO Kulturerbe. Es ist eines der letzten bespielten Stabpuppen-Theater im deutschen Sprachraum. Vorstellungen laufen bis 6. 1. (www.steyr.info). „Klassisch oberösterreichisch sind Landschafts-, Kasten- und Loammandlkrippen mit Figuren aus gebranntem Lehm“, sagt Volkskundler Alexander Jalkotzy. „Die meisten Krippen werden anlassbezogen mit Figuren erweitert und sind bis Mariä Lichtmess am 2. Februar zu sehen“, sagt er dem KURIER.

Bekannte Krippenkünstler sind Robert Himmelbauer aus Hirschbach (Bez. Freistadt) und der heuer verstorbene Karl Gruber aus Hohenzell (Bez. Ried i. I.). Die Krippenausstellung im Linzer Schlossmuseum mit Kastenkrippen ist schon geöffnet (www.landesmuseum.at). Die restaurierte „Stille-Nacht-Krippe“ aus Oberndorf, vor der das bekannte Lied 1818 erstmals erklang, ist in Ried im Innkreis zu sehen. Auch einen „Krippenweg“ gibt es dort (www.ried.com).

„Die Landschaftskrippen im Salzkammergut brauchen oft einen ganzen Raum“, meint er. Sie sind seit 2015 immaterielles UNESCO Kulturerbe. Interessierte können bei der „Kripperlroas“ private Krippen besichtigen, in Ebensee ab 25. Dezember (www.ebensee.com), in Bad Ischl ab 2. 1. (www.badischl.at). Die Ausstellung im Museum Ebensee ist ab 26. 12. geöffnet (www.museumebensee.at).