© Blumenbüro/ULRICH HANTSCH

Chronik Oberösterreich
11/22/2020

Adventkränze kommen nach Hause

Not macht erfinderisch. Deswegen bringen heimische Floristinnen und Floristen Bestellungen an die Tür

von Claudia Stelzel-Pröll

„Ja, dieser zweite Lockdown trifft uns hart. Vor allem, dass die Abholung von Bestellungen im Geschäft gestrichen wurde, ist wirklich bitter.“ Elke Lumetsberger ist Landesinnungsmeisterin der oberösterreichischen Gärtner und Floristen, und selbst Inhaberin des Geschäfts „floral elements“ in Vorchdorf. Konkret binden also jetzt heimische Floristinnen und Floristen nicht nur Kränze, dekorieren Gestecke oder gestalten Blumensträuße. Nein, sie liefern diese auch noch an Kundinnen und Kunden aus.

Beratung vom Profi

Wer sich also fragt, wo man noch vor dem 1. Adventsonntag, der heuer auf den 29. November fällt, einen schönen Adventkranz herbekommt, kontaktiert am besten das Blumenfachgeschäft seines Vertrauens, bespricht mit den Profis seine Vorstellungen und lässt sich dann überraschen.

„Jeder von uns kennt ja seine Stammkunden und weiß, was, gefällt. Somit ist diese Produktion auf Bestellung auch nicht sehr schwierig. Zwei Dinge fallen aber jetzt in den kommenden Wochen komplett weg: Laufkundschaften, die zufällig vorbeikommen und Events aller Art. Manche in der Branche kämpfen wirklich um ihre Existenz, speziell wenn man etwa auf Hochzeiten, Firmenfeiern, Bälle, Bühnendekos oder Ähnliches spezialisiert ist“, sagt Lumetsberger. Und auch Stammkundschaften, die bei einem Besuch im Geschäft in Adventstimmung noch weitere Pflanzen oder Dekoartikel kaufen, gibt es derzeit nicht.

Ob tatsächlich Geschäfte endgültig zugesperrt haben oder noch zusperren müssen, weiß Elke Lumetsberger noch nicht: „Das sehen wir dann erst am Ende des Jahres. Aber prinzipiell ist es schon so, dass wir alle kämpfen.“

Dabei seien durch die Bank alle Floristinnen und Floristen motiviert, „wir wollen ja weiterarbeiten. Und das tun wir auch.“ Wenn auch unter erschwerten Bedingungen, „denn natürlich sind Lieferungen sehr zeitaufwendig.“ Die Innungsmeisterin beliefert persönlich einen Radius von 20 Kilometern rund um Vorchdorf.

Alle Blumen- und Pflanzenprofis bereiten sich auf die Wiedereröffnung vor. Viele haben Webshops eröffnet oder präsentieren ihre Einzelstücke auf diversen sozialen Plattformen: „Ja, wir sind eine kreative, flexible Branche. Das merkt man jetzt im zweiten Lockdown“, freut sich Lumetsberger. Das Einende sei, dass man da jetzt gemeinsam durch müsse, „es gibt ja niemanden, der nicht in irgendeiner Form betroffen ist.“

Vieles bleibt übrig

Und so wird im Hintergrund fleißig weitergewerkelt und auf bessere Zeiten gehofft. Denn so viel ist klar: „Wir bereiten uns das ganze Jahr über auf Weihnachten vor. Das ist unsere stärkste Zeit. Und heuer ist es sicher so, dass viel übrig bleiben und wir auch einiges wegschmeißen müssen. Das tut natürlich weh.“

Traditionell oder puristisch?

Geschmacksfrage. Wie mögen Sie Ihre Weihnachtsdeko? Traditionell oder modern? Farbenfroh oder lieber uni? Wie in allen anderen Branchen gibt es auch in der Floristik saisonale Trends. Der heurige lautet: Sukkulenten.  Ganze Adventkränze, die rein aus den markanten grünen Pflanzen gesteckt und dann weihnachtlich dekoriert werden, sind der Renner. Wer selbst einen Kranz gestalten will, findet online jede Menge sinnvolle Tipps und Mitmach-Videos.
Wer aber weder Zeit, noch Nerven hat, überlässt Adventkränze und sonstige Gestecke lieber den Profis. Wer Kreationen nach Hause liefert, findet sich unter anderem auf der Plattform www.lieferserviceregional.at

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