Chronik | Oberösterreich
17.11.2018

23.000 Euro Schaden: Oberösterreicher täuschte Hackerangriff vor

Damit wollte der 38-Jährige aus dem Bezirk Rohrbach erreichen, dass ihm seine Bank das verlorene Geld zurückbezahlt.

Ein Oberösterreicher, der rund 23.000 Euro bei einem Strategiespiel im Internet verspielt hatte, hat einen Hackerangriff vorgetäuscht. Damit wollte der 38-Jährige aus dem Bezirk Rohrbach erreichen, dass ihm seine Bank das verlorene Geld zurückbezahlt. Der Mann hat laut Polizei ein umfassendes Geständnis abgelegt.

Der Beschuldigte zeigte den vermeintlichen Hackerangriff am 13. September an und gab sich vor der Polizei als Opfer aus. Er schilderte, dass ein unbekannter Täter seine Kreditkartendaten ausgeforscht und bei einem Internetportal um rund 22.600 Euro eingekauft habe. Weiters habe der Kriminelle die Zugangsdaten zu seinem Firmenkonto gehackt und von diesem Konto insgesamt 485 Euro abgezweigt. Der Gesamtschaden betrage in Summe 23.175 Euro, gab der Oberösterreicher an.

Nach umfangreichen Erhebungen kam die Polizei dem 38-Jährigen schließlich auf die Schliche. "Die Ermittlungen gestalteten sich äußerst schwierig, da alle banktechnischen Vorgänge von ihm über ein anonymes Wertkartenhandy abgewickelt wurden", informierte die Landespolizeidirektion Oberösterreich in einer Aussendung. Der Beschuldigte wird wegen "falscher Beweisaussage vor der Kriminalpolizei" und "Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung" angezeigt.