Chronik | Niederösterreich
29.03.2018

Obduktion: Schwechater Mutter mit fünf Messerstichen getötet

Die 31-Jährige war am Dienstag tot aufgefunden worden. Die Ermittlungen laufen.

Der Artikel wurde am 29.3. mit ersten Ergebnissen der Obduktion aktualisiert.

Eine furchtbare Entdeckung machten Dienstagabend Feuerwehr und Polizei in einer Wohnung in Schwechat, Bezirk Bruck/Leitha. Die 31-Jährige Sabine L. lag am Boden, ihr Körper wies mehrere Messerstiche auf. Der Notarzt konnte ihr nicht mehr helfen.

Die Mutter zweier Kinder (drei und fünf Jahre alt) war mehrere Tage lang nicht erreichbar gewesen. Angehörige hatten sich Sorgen gemacht und  daraufhin die Polizei alarmiert.  Am Abend hielten dann Beamte bei der Wohnung von L. Nachschau. Als sie auch da ihr Handy nicht abhob und den Beamten nicht öffnete, zogen sie die Feuerwehr  für eine Türöffnung hinzu.  Die Kinder waren laut Polizei bei der Tat nicht zu Hause.

Wie der vorläufige Obduktionsbericht ergab, war die Frau mit fünf Messerstichen in Brust und Rücken getötet worden. Ein genauer Todeszeitpunkt war vorerst nicht bekannt, Untersuchungen hierzu sind ausständig. L.'s Social Media-Profil zeigt, dass zuletzt Sonntagnachmittag ein Beitrag gepostet wurde.

Tatwaffe gesucht

Laut Ermittlern lebte die Frau getrennt vom Vater ihrer Kinder. In die Wohnung in dem Genossenschaftsbau in Schwechat war sie mit ihren Kleinen sowie einem Hund laut Aussagen ihrer Nachbarn erst im November vergangenen Jahres gezogen. „Die Kinder waren bei ihrem Vater“, erklärt Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner. Das dürfte laut ersten Erkenntnissen mit Sabine L. abgesprochen gewesen sein.

Am Mittwochvormittag liefen die Ermittlungen auf Hochtouren. Polizisten durchsuchten mithilfe von Spürhunden die Wohnhausanlage, offenbar auf der Suche nach der Tatwaffe. Mülleimer in der Umgebung wurden sichergestellt. Bis Donnerstagmittag wurden die Kriminalisten aber nicht fündig. Auch Nachbarn wurden als mögliche Zeugen befragt. 

Die Kriminalisten schließen eine Beziehungstat nicht aus. Es gab mehrere Einvernahmen, um das gesamte Umfeld von L. zu rekonstruieren. Gerüchte, wonach es Mittwochabend eine Festnahme gab, konnten seitens des Landeskriminalamts nicht bestätigt werden.

„Sehr betroffen“

Nachbarn waren am Mittwochnachmittag geschockt. „Es ist schon ein bisschen gruslig, dass das nebenan passiert ist“, sagt Saskia Wimmer, die mit ihrer Mutter Brigitte  Tür an Tür mit dem Opfer wohnt. „Mir tun die Kinder leid.“ Ihr Mutter kannte L. vom Sehen. Sie habe mitunter etwas traurig gewirkt, erzählt sie. Andere  haben die 31-Jährige wiederum als „sehr nette Frau“ in Erinnerung. „Wir sind als Nachbarn sehr betroffen“, sagt eine Hausbewohnerin.

Der Bub und das Mädchen von Sabine L. sind nun bei Verwandten untergebracht.