Chronik | Niederösterreich
19.04.2018

Zusätzliche Bahnverbindungen in der Ostregion

Taktlücken auf Weststrecke in Niederösterreich und Flughafen-Schnellbahn werden geschlossen.

Das Bahnangebot in der Ostregion wird mit 7. Mai erweitert. Zusätzliche Verbindungen auf der Weststrecke, der Laaer Ostbahn (S2), der Flughafen-Schnellbahn (S7) und der Nordwestbahn zwischen Wien und Retz präsentierten NÖ Landesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP), VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll und ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in St. Pölten.

Nachdem das Zugangebot mit dem Fahrplanwechsel vergangenen Dezember ausgebaut worden war, werde es mit 7. Mai "noch einmal verstärkt", sagte der ÖBB-Chef. Eine Verbesserung gebe es vor allem bei Tagesrandverbindungen. Die Optimierungen seien durch Umschichtungen im bestehenden Vertrag möglich, es werde kein neues Geld in die Hand genommen, hielt Schroll bei dem Pressetermin am Hauptbahnhof St. Pölten fest.

Auf der Westbahnstrecke werden Taktlücken bei Regional- und REX-Zügen zwischen St. Pölten und Pöchlarn bzw. Amstetten geschlossen. Auf der S2 kommt eine neue Frühverbindung von Wien-Meidling über Floridsdorf nach Wolkersdorf, Abfahrt ist von Montag bis Freitag kurz vor 4.30 Uhr. Damit sollen Mitarbeiter der Firma Manner in Wolkersdorf den Beginn der Frühschicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.

Halbstündlich vom und zum Flughafen

Auch auf der S7 werden durch neue Verbindungen vom und zum Flughafen Taktlücken geschlossen. Damit fahren auf der Route am späten Abend halbstündlich S-Bahnen. Auf der Nordwestbahn zwischen Wien und Retz wird unter der Woche eine neue Abendverbindung angeboten.

"Moderne Infrastruktur ist Grundlage für ein dichtes Fahrplanangebot", sagte Matthä. Modernisiert werden etwa die Strecke Wien-Bratislava und die Pottendorfer Linie. Zudem sollen bis 2030 um rund 261 Millionen Euro 112 Bahnhöfe erneuert werden, kündigte Schleritzko an. Bis 2020 werden 3.500 neue Pkw- und 2.100 zusätzliche Fahrrad-Abstellplätze in 46 Park & Ride-Anlagen in Niederösterreich geschaffen. Die Kosten dafür betragen 36 Millionen Euro.

Schleritzko, der nun auch für den öffentlichen Verkehr zuständig ist, verwies auf das rund 3,3 Milliarden Euro schwere niederösterreichische Mobilitätspaket 2018-2022 für Straße und Schiene. Ziel sei es, "alle Verkehrsmittel sinnvoll zu vernetzen", informierte er: "Die Nutzung von Auto, Bus und Bahn sind keine Widersprüche." Derzeit werde eine U-Bahn-Verlängerung ins Wiener Umland geprüft, ein Ergebnis soll laut dem Mobilitätslandesrat in den kommenden Wochen vorliegen.