Zimmer mit Betreuung: Michi hatte Idee für neues Zuhause

Eine Gruppe von Menschen steht um eine Badewanne herum.

Stockerau – „Viele unserer Anvertrauten haben keine Worte, aber eine Sprache“, sagte Johannes Hofer, Direktor der Behindertenhilfe Korneuburg. Deshalb präsentierten sich die Bewohnerinnen und Bewohner des neuen Behinderten-Wohnheimes in der Theodor Stefsky-Gasse mit großen Schildern, auf denen sie sich mit bunten Bildern und Worten selbst charakterisierten. Patrick, Rene, Peter und Matthias haben ein neues Zuhause.

Eine Million Euro investierte die Behindertenhilfe Korneuburg laut Obmann Fritz Schuster in den Bau. 300.000 Euro kamen vom Land und 40.000 von Licht ins Dunkel. „Aber den Großteil mussten wir selbst aufbringen“, sagt Schuster. Das Wohnhaus ist für die speziellen Bedürfnisse der Anvertrauten ausgelegt. „Jeder hat sein eigenes Zimmer“, sagt Hofer. Das Badezimmer teilen sich jeweils zwei Bewohner. Ein elektronisches Schließsystem sorgt für die nötige Intimsphäre. „Durch die andere Türe ist dann kein Zugang möglich“, erklärt Hofer. Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka war von dem in kräftigen Farben ausgemalten Aufenthaltsraum samt Küche begeistert.

„Roboter-Wanne“

Und auch von den Pflege–Möglichkeiten durch die Roboter-Spezialbadewanne, die mit dem elektronischen Bedienelement ein wenig an ein Raumschiff erinnert. „Das brauchen wir auch aus arbeitsrechtlichen Gründen“, sagt Hofer. Michael Weiß erzählte Sobotka auch noch, wer die zündende Idee für dieses neue Haus hatte: „Ich habe mich gefragt, was andere Leute brauchen, die so wie ich nicht mehr die Jüngsten sind.“

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