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Chronik Niederösterreich
09/28/2020

Zehn Syrer nach Österreich geschleust: Schlepper wurde festgenommen

Der 63-Jährige soll zehn Männer zwischen 15 und 50 Jahren nach Österreich geschleust haben.

Am vergangenen Freitagmorgen griffen Bedienstete der Polizeiinspektion Regelsbrunn zehn syrische Staatsangehörige auf, die sich unberechtigt in Österreich aufhielten.

Passanten nahmen die Männer wahr und verständigten die Polizei. Die Aufgriffe erfolgten an zwei unterschiedlichen Orten im Gemeindegebiet von Haslau-Maria-Ellend (Bezirk Bruck/Leitha) im Bereich der B9 und in Maria Ellend. Bei den aufgegriffenen Personen handelt es sich laut Landespolizeidirektion Niederösterreich um Männer zwischen 15 und 50 Jahren.

Alle zehn Personen wurden von den Polizisten gemäß dem Fremdenpolizeigesetz vorerst festgenommen. Sie stellten einen Antrag auf interantionalen Schutz und wurden nach Schwechat gebracht.

Sattelschlepper entdeckt

Im Zuge der Fahndung stießen die Polizisten auch auf einen rumänischen Sattelschlepper, der beim Bahnhof Haslau an der Donau auf einem Parkplatz abgestellt war. Bei der Fahrzeugkontrolle konnten im Laderaum mehrere persönliche Gegenstände von vermutlich geschleppten Personen sichergestellt werden. Die Ladung, die aus tonnenschweren Metallteilen bestand, war nur unzureichend gesichert, sodass die Bordwand des Aufliegers stark nach außen gedrückt wurde.

Der Lenker des Lkw, ein 63-jähriger türkischer Staatsbürger, hielt sich in der Fahrerkabine auf und schlief. Er wurde wegen des Verdachts der Schlepperei festgenommen. 

Kriminalisten des Ermittlungsbereiches Menschenhandel und Schlepperei im Landeskriminalamt Niederösterreich übernahmen die Ermitllungen. Die geschleppten Personen wurden als Zeugen befragt und gaben an, dass insgesamt etwa 45 Personen auf der Ladefläche von Rumänien über Ungarn nach Österreich transportiert worden seien.

Der Großteil der geschleppten Personen soll an der Ausstiegsstelle im Gemeindegebiet Haslau-Maria Ellend von unbekannten Fahrzeuglenkern abgeholt und weiter nach Wien und Deutschland transportiert worden sein.

4.000 bis 7.800 Euro bezahlt

Während der Fahrt sollen einige der Sicherheitsspanngurte abgerissen und dadurch Teile der tonnenschweren Ladung frei auf der Ladefläche umhergefallen sein. Die zehn aufgegriffenen Personen blieben unverletzt. Sie beschrieben die mehrstündige Fahrt jedoch als lebensbedrohlich. Für die Schleppung seien Beträge zwischen 4.000 und 7.800 Euro bezahlt worden.  

Der 63-jährige Lkw-Fahrer zeigte sich zur Schleppung nur teilweise geständig. Er wurde nach Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg in die dortige Justizanstalt eingeliefert.

Seitens des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Ermittlungsbereich Menschenhandel und Schlepperei werden die Ermittlungen zur Ausforschung möglicher Mittäter und Auftraggeber fortgeführt.

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