© Floyd Division / Andreas Mueller

Chronik | Niederösterreich
01/09/2019

Zehn Jahre und kein bisschen müde

Die Pink-Floyd-Show-Band „Floyd Division“ feiert mit einer großen Show ihr Jubiläum.

Seit 2009 tourt die österreichische Pink-Floyd-Show-Band „Floyd Division“ nun bereits durch Österreich. Saxofonist Ingo Beer (Kritzendorf), Gitarrist Geri Cuba (St. Andrä/Wördern) und Sänger Roman Bischof (Hollabrunn) haben ihre Wurzeln in Niederösterreich. Im Gespräch mit dem KURIER erzählt Sänger Roman Bischof über die Anfänge der Band.

Gründungsmitglied Bischof begleiten die britischen Progressive-Rocker Pink Floyd bereits seit Kindertagen: „Ich habe das von meinem Vater mitbekommen. Der hat das legendäre Album ,The Dark Side of the Moon’ rauf und runter gehört. Ich habe das Album immer angesehen und mir gedacht, was das wohl ist. Und so mit 13 Jahren habe ich es mir dann endlich einmal angehört und so habe ich die Liebe zu Pink Floyd entdeckt.“

Der Drang, diese Musik selbst auf die Bühne zu bringen wuchs über die nächsten Jahre. Dafür die richtigen Leute zu finden war allerdings schwierig. 2009 lernte Bischof den Gitarristen Geri Cuba kennen. Er hatte einen ähnlichen Wunsch wie Bischof und so starteten sie das Projekt „Floyd Division“. „Uns ist es gelungen Menschen zusammenzutrommeln, die diese Leidenschaft für Pink Floyd genauso teilen wie wir.“

Nach zahlreichen Proben entstand das erste Set. Damit tourte die Band bereits im ganzen Land und machte sich als Pink-Floyd-Coverband schnell auch über die Grenzen Österreichs hinaus einen Namen. Konzerte in Deutschland und der Tschechischen Republik folgten.

Vorurteile

Oft sind Coverbands mit dem Vorurteil konfrontiert, dass den Musikern solcher Bands die nötige Kreativität für Eigenkompositionen fehlt. Mit diesem Klischee wurde Bischof zwar noch nie konfrontiert, doch er kennt diese Meinung und entgegnet: „Wenn es so einfach sein soll, dann soll sich jeder einmal daran versuchen, so eine Show auf die Beine zu stellen.“

Denn auch wenn „Floyd Division“ mit der Show des Originals (noch) nicht ganz mithalten kann, so bringt die neunköpfige Band eine großartige und ausgeklügelte Show auf die Bühne. Dabei ließ aber auch die, von Bischof so bezeichnete „Pink-Floyd-Polizei“ nicht lange auf sich warten: „Es gibt viele Fans und die sind natürlich sehr kritisch. Wenn man da einen Ton falsch singt oder spielt, hagelt es nach dem Konzert gleich Kritik. Aber mit solchen Reaktionen muss man leben können.“

Harte Arbeit

Bischof und seine Bandkollegen sind dabei in den letzten zehn Jahren nicht untätig geblieben. Denn die Sets die „Floyd Division“ spielt, ändern sich von Jahr zu Jahr. So widmet die Band 2018 dem 45. Geburtstag des legendären Albums „The Dark Side of the Moon“. In diesem Jahr haben sich die Musiker für ihren zehnten Band-Geburtstag ebenfalls ein neues Set überlegt. Die Auswahl der Songs ist dabei nicht einfach, wie Bischof erklärt: „Zumindest für ein Jahr ist die Setlist gleichbleibend. Ich setze mich hin und überlege mir eine Setlist. Gerade für 2019 haben wir einige Songs einstudiert, die wir bisher wenig oder gar nicht gespielt haben. So ein Probenprozess dauert schon drei bis vier Monate. Aber da jeder von uns die Songs lange kennt, ist es einfacher.“

Am 2. März steigt in der Wiener SIMM City die große Jubiläumsshow. Die Nervosität hält sich für Bischof dabei in Grenzen: „In manchen Programmteilen bin ich schon sehr routiniert. Und bei neuen Songs ist es einfach die pure Vorfreude.“

Die Sitzplatzkarten für das Konzert sind bereits ausverkauft. Stehplatztickets gibt es auf oeticket.at