APA6955266 - 20022012 - ST. CHRISTOPH - ÖSTERREICH: ZU APA 133 CI - THEMENBILD - Illustration zum Thema "Lawinen, Lawinengefahr": Ein Lawinenwarnschild mit der Aufschrift "Lawinengefahr", aufgenommen am 14.03.2005 in St. Christoph, Arlberg (ARCHIVBILD). Die Risikobereitschaft der Skifahrer, im freien Gelände ihre Spuren zu ziehen, hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. APA-FOTO: BARBARA GINDL

© APA/BARBARA GINDL

NÖ/Tirol
02/03/2015

Weiterhin erhebliche Lawinengefahr

Stufe 3 in Niederösterreich. Oberhalb von 2.000 Metern landesweit Stufe "3" in Tirol.

Die Lawinensituation in Niederösterreich ist am Dienstag unverändert geblieben. In den Ybbstaler und Türnitzer Alpen sowie im Rax-Schneeberggebiet herrschte weiterhin erhebliche (Stufe 3), in den Gutensteiner Alpen und im Semmering-Wechselgebiet mäßige Gefahr (Stufe 2).

Schneebrett-Auslösung sei bereits bei geringer Zusatzbelastung möglich, teilte der Lawinenwarndienst mit. Sonneneinstrahlung am Mittwoch könnte die Situation etwas entspannen.

Vorerst kein Rückgang in Tirol

Vorerst ist in Tirol laut den Experten des Landes nicht mit einem Rückgang der Lawinengefahr zu rechnen. Oberhalb von rund 2.000 Metern herrschte am Dienstag landesweit Stufe "3" der fünfteiligen Gefahrenskala. Auch in den kommenden Tagen werde sich an der Situation nichts Wesentliches ändern.

Nach wie vor seien sowohl frische als auch alte Treibschneeansammlungen wegen der anhaltenden Kälte spröde und damit störanfällig, hieß es. Für eine Lawinenauslösung reiche bereits eine geringe Zusatzbelastung aus, also ein einziger Wintersportler.

Gefahrenstellen seien in Triebschneehängen aller Expositionen zu finden. Auch eingewehte Rinnen und Mulden sowie die Übergänge von wenig zu viel Schnee sollten vorsichtig beurteilt werden. Skitouren und Variantenfahrten erforderten Erfahrung, warnten die Experten.

Frische und ältere Triebschneeansammlungen würden häufig auf einer störanfälligen Altschneeoberfläche liegen. Daher seien sie leicht auslösbar. Eine weitere Gefahrenquelle bildete die Schichtgrenze zwischen lockerem Neuschnee und darüber abgelagertem Triebschnee. In den Regionen südlich des Inn sei zudem der Aufbau der Altschneedecke ungünstig, weil zwischen härteren Krusten oft Schichten aus lockeren Schneekristallen eingelagert seien.

Bisher 16 Lawinentote in dieser Saison

Die Zahl der Lawinentoten ist im Steigen begriffen. In der heurigen Skisaison (seit 1. November 2014) sind nach Angaben des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit bis inklusive 1. Februar bisher 16 Menschen in Lawinen ums Leben gekommen. Im Vorjahr waren es in der Wintersaison 13 Opfer.

Die meisten Opfer gab es in Tirol mit neun Toten. In Vorarlberg starben bisher drei Menschen in den Schneemassen, in Oberösterreich zwei, in der Steiermark und Kärnten jeweils eine. In Niederösterreich und Salzburg waren dem Kuratorium zufolge bisher keine Opfer zu beklagen.

Ein Überblick über die bisher schlimmsten Ereignisse der Saison: Am 5. Jänner 2015 fuhr eine sechsköpfige Gruppe oberhalb von Sölden im Tiroler Ötztal in den freien Skiraum und löste dort eine Lawine aus. Dabei wurden zwei Nachwuchsrennläufer des US-Skiteams mitgerissen und getötet.

Am 19. Jänner 2015 fuhr ein Bergführer mit einer Gruppe von der Valluga bei St. Anton ab. Vier Personen wurden von einer Lawine über steiles Felsgelände mitgerissen. Zwei kamen ums Leben, eine weitere Person wurde schwerverletzt.

Am vergangenen Samstag (31. Jänner) wurde ein Ehepaar am Portlahorn bei Damüls in Vorarlberg von einer Lawine verschüttet. Beide kamen ums Leben.

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